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Nordpark wird zum großen Festplatz

Nordpark wird zum großen Festplatz

Der Nordstädter Bürgerverein feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Die „Musik im Nordpark“ ist der Höhepunkt des Jubeljahres.

Barmen. Der Nordstädter Bürgerverein hat den Nordpark am Wochenende zur Anlaufstelle für Musikliebhaber gemacht. Am Samstagnachmittag gab es bereits den „Grooving Nordpark“ mit fünf Bands. Den Startschuss gab die Trommelklasse der Klasse 4b der Grundschule an der Schützenstraße. Im Anschluss kamen härtere Töne mit Gesang und Gitarre von Franzi Rockzz, Sängerin und Songwriterin aus Wuppertal. Eine Solodrumshow brachte Dirk Sengotta mit. Neben diesen drei Künstlern und Künstlergruppen aus Wuppertal gab es auch internationale Musik. „Max Clouth Clan“, eine Gruppe aus Frankfurt, brachte zum Beispiel indische Musik und Jazzrock zusammen.

Nordpark wird zum großen Festplatz
Foto: Gerhard Bartsch

Der Höhepunkt des Abends war das Twin Town Blues Orchestra. Die Wuppertaler Bigband Knapp daneben war im Oktober 2017 in Nicaragua und hatte dort gemeinsam mit der dort ansässigen Musikgruppe Tierra Madre Musik gemacht. Für das Fest im Nordpark kamen die Nicaraguaner nun nach Wuppertal. Da es zur Zeit einige Unruhen in Nicaragua gibt, sei es schwierig gewesen, hierherzukommen. „Die sind nur mit ein paar Tricks rausgekommen“, erzählte die Vorsitzende des Nordstädter Bürgervereins, Heidrun Rieger.

In diesem Jahr feiert der Nordstädter Bürgerverein sein 125-jähriges Bestehen. Die Musik im Nordpark ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs, aber es sind auch andere Veranstaltungen geplant. Dazu gehören vor allem Wanderungen und Fahrten. So soll es nach Bad Zwischenahn und nach Belgien gehen. Der Verein hat dieses Jahr auch schon einige Fahrten hinter sich — zum Beispiel in die Alpen.

Eine Besonderheit in diesem Jubeljahr: Die Filmfreunde Wichlinghausen wollen jede Vereinsveranstaltung bis zum Jahresende filmen, so dass der Bürgerverein am Ende des Jahres einen Film über das Jubiläumsjahr erhält. „Wir freuen uns sehr darüber“, sagt Rieger.

Am Sonntagvormittag wurde die Musik im Nordpark mit einer Jazzmatinee fortgesetzt. „Carreterra Sur“ begannen mit lateinamerikanischer Musik, die sie mit Jazz und Klassik verbanden. Im Anschluss spielte das Ulrich Rasch Trio — ebenfalls Jazzmusik mit selbst geschriebenen Stücken. Den Abschluss bildete „The Real McCoy“, eine 20-köpfige Big Band, die von der Bergischen Musikschule kommt und ein breites Spektrum bot.

Die „Musik im Nordpark“ fand zum dritten Mal statt. Zum zweiten Mal wurde an zwei Tagen gespielt — was gut anzukommen scheint: Obwohl es am Samstag etwas Regen gab, war der Platz vor der Bühne an beide Tagen gut gefüllt.