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Nordpark: Historische Führung mit Ausblick

Veranstaltungsreihe : Nordpark: Historische Führung mit Ausblick

Der Park des Monats im August bietet unter anderem ein Wildgehege.

„Aussichten genießen“ heißt es am kommenden Sonntag: Der Nordpark ist Park des Monats August. Peter Ehm, kommissarischer Vorsitzender des Nordstädter Bürgervereins Barmen (NBV), lädt ab 11 Uhr zur Führung durch das Areal. Treffpunkt ist am Brunnen am Ende der Straße Mallack (neben den Turmterrassen). Den hat der Bürgerverein übrigens vor mehr als 25 Jahren für den Park gespendet. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende für den Verein wird gebeten.

Überhaupt ist die Entwicklung des Nordparks eng mit dem NBV verknüpft - seit einiger Zeit auch im Untertitel „Förderverein Wuppertaler Nordpark“ festgehalten. Das 33 Hektar große Areal, das unter anderem mit einem Wildgehege lockt, befindet sich zwar in städtischem Besitz. Der Bürgerverein kümmert sich aber intensiv um das Gelände: Als Ende des 19. Jahrhunderts über eine Bebauung der Flächen nachgedacht wurde, setzte sich der NBV für den Erhalt ein und sorgte auch für die Einrichtung des Parks.

Ein Engagement, das bis in die Gegenwart reicht. Mehr als 300 000 Euro hat der Verein in den vergangenen Jahrzehnten für das Gebiet gesammelt. Dank dieser Gelder und einiger Förderprogramme hat sich immer wieder etwas getan. Die wohl größte Umgestaltung der letzten Zeit wurde erst 2019 abgeschlossen. Über vier Bauabschnitte und einige Jahre zogen sich die Arbeiten der Stadt Wuppertal. Die Spielplätze wurden zum Beispiel auf Vordermann gebracht oder die Ausblicke freigelegt. Ein echtes Highlight ist der „Skywalk“ geworden. „Bei unseren Führungen ist der immer der Abschluss“, kündigt Ehm an.

Am Sonntag wird er natürlich viel zur Historie erzählen, aber auch einen Blick auf die Zukunft werfen. „Es wird immer etwas Neues geben“, sagt er schmunzelnd mit Blick auf die „Wiederholungstäter“, die regelmäßig seine Führungen besuchen. „Die werden sich auch nicht langweilen.“

Einen Hinweis will er aber nicht vergessen: Die Führung findet natürlich unter „Corona-Bedingungen“ statt, der Mindestabstand von 1,50 Meter ist einzuhalten.

Die Pandemie hatte auch für den Nordpark Folgen. Wie in vielen Parkanlagen der Stadt gab es zum Teil deutlich mehr Besucher, auch viele, „die wir hier noch nie gesehen haben“, sagt Ehm. Das freue den Verein natürlich auf der einen Seite, weil es die Beliebtheit von Wuppertals grünen Anlagen zeige. Doch ärgerlich seien die „bösen Buben“, so Ehm, die des Öfteren den Nordpark vermüllen. Vor allem am Werner-Zanner-Platz sei das regelmäßig ein Problem. Obwohl, wie Ehm sagt, die Stadt sogar zusätzliche Mülleimer aufgestellt habe. Die seien dann gar nicht voll, der Müll liege trotzdem rund um den Platz herum.

Für Ehm, der den NBV zusammen mit Michael Schulte kommissarisch führt, ist im kommenden Jahr auf jeden Fall Schluss im Vorstand. Dann wird der langjährige Leiter des Städtischen Ressorts Grünflächen 70 „und dann ist auch mal gut“. Er will kürzer treten, aber im Hintergrund weiter die Arbeit des Vereins unterstützen.

Dass er seinen runden Geburtstag allerdings in den Turmterrassen feiern kann, ist eher unwahrscheinlich, wie er schmunzelnd erzählt. Die Gastronomie, nach der auch der NBV immer wieder gefragt werde, ist noch Baustelle. Der Wuppertaler Marcel Thomas restauriert das Schmuckstück bekanntlich. Viel Liebe und Geld steckt er in die Arbeiten - und das kostet offenbar auch viel Zeit.