Nordbahntrasse: BUND und Wuppertal Bewegung einigen sich

Nordbahntrasse: BUND und Wuppertal Bewegung einigen sich

Die Grünen hatten sich als Vermittler eingeschaltet und zu einem Gespräch geladen. Die Beteiligten haben sich auf neun konkrete Punkte geeinigt.

Wuppertal. Muss der Tunnel Schee zu Gunsten der dort lebenden Fledermäuse gesperrt werden? Kommt entlang der Nordbahntrasse der Artenschutz zu kurz? Die Diskussion zwischen BUND und Wuppertal Bewegung hatte sich zuletzt immer weiter zugespitzt. Jetzt scheint eine Lösung in Sicht. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte beide Beteiligten am Mittwochabend zu einem Gespräch geladen. Mit dabei waren Carsten Gerhardt (Wuppertal Bewegung), Jörg Liesendahl (BUND), Rainer Widmann, städtischer Leiter des Projekts Nordbahntrasse, und Bettina Brücher von den Grünen. Auf folgende Punkte haben sich die Beteiligten in einer gemeinsamen Erklärung geeinigt: Es wurde die Einigkeit bekräftigt, dass im Rahmen des Projekts Nordbahntrasse/Jackstädt-Weg alle artenschutzrechtlichen Vorschriften berücksichtigt werden müssen. Hinsichtlich des Tunnels Schee besteht auf beiden Seiten die Hoffnung, dass eine gleichzeitige Nutzung durch Menschen und die bedrohten Tierarten möglich sein wird. Bis Anfang Mai 2008 wird auf Grundlage der städtischen Vorarbeiten eine Übersicht der notwendigen artenschutzrechtlichen Gutachten für die Trasse mit dem BUND abgestimmt werden. Es wird versucht, mögliche ehrenamtliche Tätigkeiten im Rahmen dieser Gutachten zu identifizieren und zu koordinieren. Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Wuppertal werden vogelkundliche Daten zu Verfügung stellen und Unterstützung im landschaftspflegerischen Bereich leisten. Der BUND wird die Trasse kurzfristig begehen, um festzustellen, an welchen Teilen eventuell schon in diesem Sommer erste Baumaßnahmen erfolgen können. Wenn Gutachten im Herbst vorliegen, soll gemeinsam an Lösungen gearbeitet werden. Die BUND-Kreisgruppe Wuppertal vermittelt die Unterstützung des BUND-Landesverbands beim Finden von Lösungen. In einem weiteren Treffen soll das Vorgehen mit den Umweltbehörden der Stadt Wuppertal und des Ennepe-Ruhr-Kreises abgestimmt werden. Auf der Homepage der Wuppertal Bewegung wird ein Hinweis auf den Tunnel Schee als Landschaftsschutzgebiet aufgenommen.

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