1. NRW
  2. Wuppertal

Nevigeser Straße: Sporthalle soll Anfang 2020 stehen

Nevigeser Straße: Sporthalle soll Anfang 2020 stehen

GMW betont, dass die Verzögerung beim Discounterbau keinen zeitlichen Einfluss auf die Hallenplanung hat.

Katernberg. Die neue Sporthalle an der Nevigeser Straße soll spätestens Anfang 2020 stehen. „Daran halten wir fest“, bekräftigt Hans-Uwe Flunkert, Chef des Städtischen Gebäudemanagements (GMW) gegenüber der WZ. Im Gesamtverfahren gibt es Verzögerungen, weil die Stadt prüfen lässt, ob im Verkaufsverfahren für eine Teilfläche an einen Discounter alles rechtskonform abgelaufen ist. Das habe aber keinerlei Auswirkungen auf die Planungen für die Vierfach-Sporthalle, so Flunkert. „Wir können bauen.“

Nevigeser Straße: Sporthalle soll Anfang 2020 stehen
Foto: Stefan Fries

Vorausgesetzt, die Politik stimmt zu — ab Februar beschäftigen sich die Gremien wieder mit dem Thema —, könnte der dazugehörige Bebauungsplan, so heißt es aus der Verwaltung, im April Rechtskraft erlangen. Die Aufträge müssten dann natürlich ausgeschrieben werden, erklärt Flunkert. Doch Ende des Jahres könnte mit dem Bau begonnen werden.

Unabhängig von Lidl, sagt Flunkert. Der Konzern will eigentlich ebenfalls auf dem Gelände des jetzigen Sportplatzes bauen. Doch weil ein Mitbewerber Beschwerde gegen den Ablauf des Verkaufverfahrens einlegte, liegen die Pläne vorerst auf Eis. Die Stadt lässt das Verfahren von der EU-Kommission prüfen. Ursprünglich wollte Lidl schon im Herbst dieses Jahres eröffnen. Das hätte laut Flunkert den Charme gehabt, dass das GMW die dann bereits fertige Straße zum Lidl für seine Baufahrzeuge hätte nutzen können. „Das wäre natürlich praktisch gewesen.“

Wenn jetzt erst die Sporthalle errichtet wird, muss das GMW selbst für eine Zuwegung sorgen. „Das ist etwas unbequemer, aber kein großes Problem“, ist Flunkert überzeugt. Auf keinen Fall werde die Halle dadurch teuerer.

Stichwort Kosten: Gebaut wird die Halle aus Mitteln aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020. Acht Millionen Euro sind veranschlagt. Das Projekt, so Flunkert, sei deshalb auch völlig unabhängig vom Ausgang des Prüfverfahrens. Der Erlös aus dem Grundstücksverkauf fließe nicht in den Hallenbau, sondern in die Herrichtung des Stadion-Nebengeländes am Zoo. Dorthin wird der WSV mit seinem derzeit noch an der Nevigeser Straße beheimateten Jugendzentrum umziehen. „Und dort haben die Arbeiten ja bereits angefangen“, so Flunkert.

Einer, der natürlich auf die Sporthalle wartet, ist Lutz Wendel, Leiter der Gesamtschule an der Kruppstraße. Er ist optimistisch, dass das GMW den Zeitplan wird einhalten können. „Bislang konnten wir uns immer drauf verlassen“, lobt er. Dass der Schulbau vom Discounter-Vorhaben entkoppelt werde, sei eine gute Entscheidung. „Darauf hatten wir gehofft“, so Wendel.

Und wie geht es beim Thema Discounter weiter? Laut Stadt laufe die Prüfung der EU-Kommission noch. Im November/Dezember waren die Pläne zudem für die Bürger offen gelegt worden. Zwei Einwände habe es gegeben, heißt es aus dem Fachressort. Beide kritisieren die Ansiedlung des Discounters. Dabei gehe es vor allem um die mögliche Größe.

Von Seiten des Immobilienunternehmens Schoofs, der ebenfalls das Grundstück kaufen wollte und Beschwerde eingelegt hat, heißt es: „Wir wollen da auch hin.“ Schließlich habe man in eine Planung investiert — die, anders als von Lidl, nicht nur einen Supermarkt dort vorsieht, sondern möglicherweise auch einen Drogeriemarkt.