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Nevigeser Straße: EU-Kommission gibt grünes Licht

Nevigeser Straße: EU-Kommission gibt grünes Licht

Die Stadt ließ in Brüssel eine Beschwerde gegen den Verkauf eines Grundstücks prüfen. Der unterlegene Mitbewerber hatte geklagt.

Die EU-Kommission hat der Stadt Wuppertal bescheinigt, dass sie bei der Vergabe eines Grundstücks an der Nevigeser Straße an Lidl nicht gegen das europäische Beihilferecht verstoßen hat. „Das ist der Durchbruch für das gesamte Projekt. Ich freue mich, dass wir in unserer Rechtsauffassung bestätigt worden sind“, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig.

Lidl hatte ein Teilgrundstück des Sportplatzes für 3,25 Millionen Euro von der Stadt erworben. Ein Mitbewerber, der 3,5 Millionen Euro geboten hatte, legte Beschwerde gegen die Vergabe ein. „Der Mitbewerber wollte dort aber mehr als nur den einen Supermarkt bauen, was an dieser Stelle nach unserer Einschätzung nicht genehmigungsfähig wäre. In dieser Auffassung hat uns jetzt die EU-Kommission bestätigt“, sagt der Stadtdirektor. Dem Mitbewerber stehe offen, die Klage gegen die Stadt weiter zu verfolgen, aber auf der Grundlage der Aussage der EU-Kommission fürchte die Stadt diesen Schritt nicht. Nun soll Lidl der Vertragsentwurf vorgelegt werden.

Die Stadt plant, an der Nevigeser Straße eine Vierfach-Sporthalle für die Gesamtschule an der Kruppstraße zu bauen. Die Sporthalle, die auch von Sportvereinen genutzt werden soll, wird mit acht Millionen Euro aus dem Förderprogramm Gute Schule 2020 finanziert. Die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf an Lidl werden für den Umzug des WSV-Jugendzentrums von der Nevigeser Straße auf das Stadiongelände verwendet.

Bereits begonnen wurde mit der Erneuerung des Stadion-Nebenplatzes und des Kunstrasenplatzes am Nocken. Außerdem wird die Turnhalle auf dem Stadiongelände zum WSV-Jugendzentrum umgebaut. Der Umzug des WSV soll bis zum Beginn der kommenden Saison im Sommer abgeschlossen sein. Daran könnte sich der Bau der Vierfach-Halle anschließen. „Das sind hervorragende Nachrichten“, freut sich Oberbürgermeister Andreas Mucke, „denn jetzt kann der beschlossene Zeitplan für den Bau der Vierfach-Sporthalle für die sechste Gesamtschule bis Ende 2019 umgesetzt werden“.