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Neuer Gastronom für den Ottenbrucher Bahnhof

Neuer Gastronom für den Ottenbrucher Bahnhof

Wiedereröffnung ist aber frühestens für Mitte 2019 geplant.

Ottenbruch. Es gibt einen neuen Gastronomen für den Ottenbrucher Bahnhof. Das bestätigte der Eigentümer des Denkmals, der seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Bis der einzieht, dauere es aber noch. Eröffnet werde frühestens Mitte 2019. Bis dahin werde der Bahnhof saniert. Weitere Einzelheiten wollte er noch nicht nennen. Bei dem neuen Pächter handele sich aber um einen lokalen Betreiber.

„Es musste jemand mit Herzblut sein“, so der Eigentümer, „der das persönlich macht“. Zwar hätte es viele Interessenten gegeben, auch Franchise-Nehmer. Er habe aber Wert darauf gelegt, dass es ein langfristiges Konzept gebe, so der Projektentwickler, der jetzt gemeinsam mit dem neuen Pächter an einer baulichen Planung arbeitet.

Momentan tue sich im Gebäude deshalb noch nichts. Jette Müller, die mehr als 25 Jahre lang die Gaststätte dort betrieb und vor allem bei Musikfans Kultcharakter genoss, hatte sich Ende 2017 in den Ruhestand verabschiedet. Die letzten Mieter der Wohnungen waren bereits früher ausgezogen.

Dass Gastronomie die Hauptnutzung ausmacht, sei alternativlos. „Die Frage stellt sich gar nicht.“ Dazu werden im Obergeschoss aber auch wieder Wohnungen eingerichtet. Derzeit werde die Entkernung des Gebäudes vorbereitet. Alles in enger Abstimmung mit Stadt und Denkmalbehörde, betont der Eigentümer.

Als Jette Müller Anfang der 1990er Jahre die Gastronomie gepachtet hatte, fuhren sogar noch Züge auf der Rheinischen Strecke — der heutigen Nordbahntrasse. Daher gab es im Pachtvertrage mit der Bahn sogar einen Passus, dass Müller eigentlich nur an Fahrgäste verkaufen durfte. Über die Jahre litt allerdings der Zustand des Gebäudes. Der Eigentümer tat nur noch das Nötigste und wollte sich schließlich von dem Bauwerk trennen. Nach dem Verkauf hätte Müller auch unter dem neuen Eigentümer weitermachen können, entschied aber nach insgesamt 48 Jahren in der Gastroszene, „dass auch mal Schluss sein muss“.