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Neue Toilette am Neumarkt – aber erst 2010

Neue Toilette am Neumarkt – aber erst 2010

Das Toilettengebäude darf nicht mehr schwer belastet werden. Das ist das Ergebnis einer statischen Prüfung.

Wuppertal. Wie die Stadt mit ihren Bürgern umgeht, das zeigt sich nach Ansicht des Behindertenbeirats auch an den Stadtmöbeln - und insbesondere an den öffentlichen Toiletten. Mit denjenigen im Stadtgebiet ist der Behindertenbeirat aber offenbar alles andere als zufrieden.

Deshalb der Vorschlag: Die Stadt möge prüfen, ob sich die Situation über Ausschreibungen nicht beispielsweise mit sich selbst reinigenden, wenig Platz brauchenden und barrierefreien City-Toiletten verbessern lasse. In anderen Städten wie Berlin und Potsdam funktioniere das ja auch.

Antwort der Stadt: Geht nicht. Denn der mit der Firma Ströer abgeschlossene Vertrag beinhaltet lediglich die Werbemöglichkeiten im Stadtgebiet, nicht aber das Aufstellen öffentlicher Toiletten. Und weil Ströer das alleinige Werberecht besitzt, können andere Unternehmen nicht zum Zuge kommen.

Wenigstens für den Neumarkt zeichnet sich nun jedoch eine Lösung ab: Nach Angaben der Verwaltung ist geplant, im Jahr 2010 eine neue und behindertengerechte Anlage auf dem Neumarkt zu errichten. Das ist derzeit wegen der beiden Treppenabgänge nicht möglich.

Zudem liegen allein die Sanierungskosten nach einer Schätzung aus dem Jahr 2005 bei mindestens rund 200000 Euro. Satte 6000 Euro monatlich kostet übrigens die Reinigung. Zuletzt wurde die aus den 30ern stammende Anlage irgendwann während der 70er Jahre saniert.

Ab sofort darf das Toilettengebäude auch nicht mehr überfahren werden, schwere Lasten sind zu vermeiden. Es besteht nach Angaben des Presseamtes zwar keine akute Einsturzgefahr. Trotzdem gilt es offensichtlich, Vorsicht walten zu lassen. Unter anderem deshalb sind auch die Marktstände neu angeordnet worden. Zudem dürfen die Schausteller keine schweren Geräte mehr dort platzieren.

Was das Betreiben der Toilette im Jahr 2010 angeht, zeigt sich die Stadt außerdem zu allen Seiten offen. Denkbar ist auch eine Lösung, wie sie am Alten Markt praktiziert wird. Dort ist die Toilettenanlage an ein Café angeschlossen.

Auch beim Neubau der Toilettenanlage an der Schwebebahnstation Vohwinkel (die Grundsteinlegung fand erst vor kurzem statt) kommt diese Variante zum Zug. Dort hat sich eine Bäckerei dafür gefunden, auch die Anlage zu warten.