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Neue Ortsmitte in Wuppertal-Cronenberg soll im Juni eingeweiht werden

Stadtteile : Neue Ortsmitte in Cronenberg soll im Juni 2021 eingeweiht werden

Kosten belaufen sich auf 330 000 Euro - Platz wird 700 Quadratmeter groß.

Die Cronenberger sind ihrem Wunsch von einer Ortsmitte wieder einen Schritt nähergekommen. Das Häuschen neben der Kirche ist abgerissen, der Platz zwischen der reformierten Kirche und dem TiC-Theater wurde mit einer Schotterschicht provisorisch befahrbar hergerichtet. Das teilten Ralf Kiepe und Rolf Tesche, Vorsitzende im Heimat- und Bürgerverein Cronenberg, mit.

Die Planungssumme für das Bauprojekt beläuft sich auf rund 330 000 Euro. Sie wird zum größten Teil aus dem Topf des Förderprogramms „Heimat-Zeugnis“ zur Umsetzung der Heimatförderung des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Den Eigenanteil von zehn Prozent zum Förderprogramm stemmt der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein selbst aus Vereinsmitteln.

Bezüglich des Förderantrages für das Projekt Ortsmitte hat sich der Verein mit den zuständigen Stellen bei der Bezirksregierung in Düsseldorf in Verbindung gesetzt. „Hier sind wir sehr gut unterstützt worden und konnten auch erfolgreich den Förderantrag stellen“, lobt Kiepe die Zusammenarbeit. Der Förderantrag wurde im Januar positiv entschieden, konnte aber coronabedingt erst im Mai 2020 zugeteilt werden.

Erst nach Zuteilung dieses Förderantrages war es dem Bürgerverein möglich, mit der Ausschreibung eines Planungsauftrages zum Projekt zu beginnen. „Mittlerweilen ist die Ausschreibung abgeschlossen und ein Planungsbüro mit der Projektplanung und der Gewerkausschreibung beauftragt“, berichtet Vorstandsvorsitzender Kiepe erfreut. Die Planungen liefen derzeit. „Die Fertigstellung der Gewerkausschreibung erwarten wir Ende diesen oder Anfang kommenden Jahres.“ Als Gewerk werden die kompletten Arbeiten auf dem zukünftig 700 Quadratmeter großen Platz bezeichnet.

Eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wuppertal sei aufgrund der aktuellen finanziellen Haushaltslage nicht möglich gewesen, so Kiepe. „Alternative Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten wurden seitens der Stadt geprüft und ausgeschlossen“, berichtet er. Allerdings habe der Verein auf „kleinem Dienstweg“ aus den einzelnen Resorts, wie dem Grünflächenamt oder der Stadtentwicklung „tatkräftige organisatorische Unterstützung“ erhalten, wofür die Mitglieder sehr dankbar sind.

Als Ziel für die Einweihung des neuen Platzes hat der Verein den Juni 2021 anvisiert. „Sollten wir es schaffen, die Gewerke Anfang 2021 zu vergeben und die beauftragten Firmen die Arbeiten wunschtermingerecht umsetzen können, sehen wir dem geplanten Fertigstellungstermin positiv entgegen.“

Für die Cronenberger ist
es ein Herzensprojekt

Die neue Ortsmitte ist ein Herzensprojekt für die Cronenberger. „Der älteste Stadtteil Wuppertals besitzt keinen öffentlichen Platz mehr“, beklagt Bürgervereinsvorsitzender Rolf Tesche. Der Rathausplatz sei in Privatbesitz und andere örtliche Plätze, an denen Vereine oder andere Institutionen Feiern oder Veranstaltungen abhalten könnten, gebe es nicht. „Somit bietet sich hier der Kirchplatz an.“

Der Platz soll der zentrale Treffpunkt werden, der das Gemeinschaftsgefühl in Cronenberg stärkt und eine neue Anlaufstelle für die Bürger bietet. Außerdem könnten dort unter anderem der Weihnachtsmarkt, der Weinmarkt und der Wochenmarkt stattfinden, wie auch Gemeindefeste und –veranstaltungen. „Mit diesem Projekt wird die lokale und regionale Geschichte aufgearbeitet und präsentiert und die Kirche, Cronenbergs Wahrzeichen, als historisches Bauwerk in Szene gesetzt“, betont Tesche. Die Arbeiten am Projekt entstehen in enger Absprache und Zusammenarbeit mit der Cronenberger evangelischen Gemeinde.

Ebenso Michael-Georg von Wenczowsky, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Cronenberg, freut sich auf den neuen Ortsmittelpunkt, der in seiner Heimat entstehen wird. „Es ist schön, wenn wir einen Platz haben, an dem sich die Leute treffen und sich austauschen können“, meint er.