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Neue Ideen fürs Quartier bei Radtour über die Wuppertaler Samba-Trasse

Austausch : Neue Ideen fürs Quartier bei Radtour über die Samba-Trasse

Die SPD wünscht sich einen Mehrgenerationenpark und ein dazu passendes Mehrgenerationenhaus.

Die Sonne brannte heiß auf die Samba-Trasse und bot den „normalen“ Radlern nur wenig Anreiz zu sportlicher Betätigung in  mittäglicher Stunde. Doch das hinderte rund  25 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Cronenberg/Hahnerberg und einige Gäste nicht,  am Sonntag zu einer Radtour über den einstigen Schienenweg anzutreten und sich dort auf den Stationen mit Projektideen und Handlungsbedarf bei einzelnen Punkten zu befassen. Mitten drin Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD), der gleich am Startpunkt, dem Ehrenmal zu Ehren der Gefallenen des 2. Weltkrieges, mit Gedanken zu einer wesentlichen Verbesserung des Quartiers vertraut gemacht wurde.

Miriam Scherff, die junge Ortsvorsitzende, sah – wie auch die übrigen Teilnehmer der Tour – mit Bedauern, dass diese Oase im „Dorp“ trotz Schatten spendenden, alten Baumbestands und großer Rasenflächen von den Cronenbergern viel zu wenig zu Erholungszwecken genutzt werde.

Deshalb haben wir die Initiative ergriffen und einige Ideen entwickelt“, so Scherff, die die Zukunft eines „Mehrgenerationenparks“ plastisch schilderte. „Park, Spielplatz und angrenzende Grundstücke sollten zu einem, verkehrsberuhigten Projekt zusammengezogen werden“, lautet  ihre Vorstellung. Zumal mit der Kita und dem Altenheim schon die älteste und die jüngste Generation vor Ort seien. Gedanken, die auch beim Cronenberger Heimat- und Bürgerverein und dessen ebenfalls anwesenden Vorsitzenden Rolf Tesche positiv aufgenommen wurden.

Das dazu passende „Mehrgenerationenhaus“ steht einen Steinwurf entfernt unmittelbar vor dem Baubeginn, wie die zukünftigen Mieter Ulrich Franz und Rolf Beermann bestätigten. Dann nahm die Gruppe souverän die „Bergetappe“ am Ehrenmal und strampelte über die Trasse zur nächsten Station, dem ehemaligen Bahnhof Küllenhahn. Vorneweg Rosi Tesche, die bemerkte: „Bei Hitze kann man auf jeden Fall besser Rad fahren als laufen.“

Am einstigen Bahnhof  wartete mit Michael Ludwig der Vorsitzende des Bürgervereins  Küllenhahn, der sich inständig wünscht, dass das verfallene Gebäude endlich wieder in neuem Glanz erstrahlen möge.  Den nicht mehr ganz so munteren Radsportlern war angesichts des Flüssigkeitsverlustes anzusehen, dass Gastronomie im alten Gemäuer auf jeden Fall eine segensreiche Einrichtung wäre. „Aber, einen neuen Bahnhof kriegen wir sicher nicht“, weiß Michael Ludwig , der erläuterte, dass die Renovierungskosten schon vor 15 Jahren bei einer halben Million Euro gelegen hätten.

An den beiden folgenden Rast-Stationen Bahnhof Burgholz und Spielplatz Eddastraße war der Ortsverein Elberfeld-West/ Sonnborn, vertreten durch den Vorsitzenden Guido Gruening, der Gastgeber. Auch hier gab es Anliegen wie den Lärmschutz am Ende des Burgholz-Tunnels und den Wunsch, die Samba-Trasse bis zum Arrenberg zu verlängern. „Das zu erreichen, erscheint mir durchaus realistisch“, fand Guido Gruening.