Neue Hoffnung für die Bandweberei Kafka

Neue Hoffnung für die Bandweberei Kafka

Es soll einen Interessenten für eine Übernahme geben.

Vielleicht ist es doch noch nicht vorbei mit der Bandweberei Kafka, die seit 1898 Bänder webt und als „lebendiges Museum“ die traditionelle Herstellung der Waren bewahrt hat. Der Insolvenzverwalterin soll es gelungen sein, ein Unternehmen zu finden, das die Bandweberei übernehmen will.

Nach 120 Jahren Betrieb hatte die Bandweberei im März Insolvenz anmelden müssen — zur großen Trauer vieler Wuppertaler. Sie wünschten sich, dass das Unternehmen, das gleichzeitig als Museum Einblicke in eine typisch bergische Industrie ermöglichte, erhalten bleiben konnte.

Die Nutzung zusätzlich als Museum begann Frauke Kafka 1991, als sich der Wirtschaftsbetrieb allein nicht mehr trug. Die letzte Besitzerin Christine Niehage war 2010 mit dem Betrieb von der Beyeröhde an die Öhder Straße gezogen. Doch es fehlten Parkplätze und Toiletten für größere Besuchergruppen. Zuletzt gab es Überlegungen, die Bandweberei zusammen mit dem Küllenhahner Bandwirker-Museum im Goldzack-Gebäude an der Wiesenstraße in Elberfeld unterzubringen. Doch die 25 arbeitenden Webstühle der Bandweberei hätten zu viele Schwingungen in dem ehemaligen Fabrikgebäude verursacht.

So meldete Christine Niehage schweren Herzens Insolvenz an. Insolvenzverwalterin Sandra Krämer zeigte sich aber engagiert, sie wollte nach einer Möglichkeit suchen, die Bandweberei zu erhalten. Das könnte gelungen sein. Ein Unternehmen der Textilbranche aus dem Oberbergischen Kreis soll Interesse haben, es soll Verhandlungen geben. Insolvenzverwalterin Sandra Krämer und die Leitung des möglichen Käufer-Unternehmens waren gestern erreichbar. kati