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Neue Geräte in der Varresbeck: Trimm dich an der Trasse

Neue Geräte in der Varresbeck: Trimm dich an der Trasse

Die Stadt errichtet für 75 000 Euro im Bereich Benrather Straße eine Calisthenics-Anlage. Aldi beteiligt sich an den Kosten.

Nordbahntrasse. Am Wichlinghauser Bahnhof gibt es die Parkour-Anlage, im Bahnhof Blo kann geklettert werden und am Briller Kreuz treffen sich regelmäßig Basketballer. Sportmöglichkeiten auf und an der Nordbahntrasse gibt es bereits einige. Bald kommt ein neues Freizeitangebot dazu. Noch in diesem Frühjahr will die Stadt mit dem Bau einer Calisthenics-Anlage im Bereich Benrather Straße beginnen. Nördlich des aktuell im Neubau befindlichen Aldi-Marktes sollen auf dem alten Bahnsteig mehrere Geräte aufgestellt werden.

Calisthenics? Der Begriff sei vielleicht neu, erklärt der städtische Planer Michael Gehrke, das Prinzip dahinter aber nicht. Es gehe auf die Trimm-Dich-Bewegung in den 1970er-Jahren zurück. Kurz gesagt, so Gehrke, „geht es um Fitnessangebote auf Freiflächen“. Der größte Sportverein, sagt Gehrke schmunzelnd, „heißt Whats-App.“ Über den Handy-Messenger-Dienst verabredeten sich die Menschen heute, „die Leute gehen raus, das ist der Trend“.

Knapp 200 Quadratmeter Fläche samt Geräten stehen ihnen bald an der Trasse, direkt neben der Brücke über die Düsseldorfer Straße zur Verfügung. Dafür wird der alte Bahnsteig tiefergelegt, ein Fallschutzbelag verlegt. Die Vorarbeiten übernimmt das Wichernhaus. Knapp 75 000 Euro kostet die Anlage insgesamt.

„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Ressorts Grünflächen und Forsten, Wichernhaus und Aldi“, erklärt Gehrke. Der Konzern hatte für sein Projekt — der alte Markt wird neu gebaut — ein städtisches Grundstück an der Trasse für Parkplätze erworben. Im Gegenzug unterstützt der Discounter die Realisierung der Anlage.

Der Bau der Calisthenics-Anlage soll bis Juni abgeschlossen werden. Dass in Sachen Freizeit- und Spielflächen in diesem Bereich der Trasse etwas passieren soll, habe schon länger festgestanden, so Gehrke. Auch in Zukunft werde es sicher weitere Projekte geben.

In der Bezirksvertretung Elberfeld-West kamen die Pläne, die Gehrke dort am Mittwoch vorstellte, äußerst positiv an. Auch deshalb, wie Bezirksbürgermeisterin Ingelore Ockel (CDU) mit einem Schmunzeln gegenüber der WZ erklärte, „wir gar nicht damit gerechnet hatten“.

Froh über den Sponsor ist auch Lutz Eßrich, zweiter Vorsitzender der Wuppertalbewegung. Der Verein stehe deshalb voll hinter dem Projekt. „Es ist eine schöne Sache, dass man nicht mühsam das Geld zusammen suchen musste.“ Positiv sei auch, dass hinter dem Gymnastikplatz, wie Eßrich die Anlage scherzhaft nennt, eine Abstellanlage für Fahrräder entsteht. „Wenn alles klappt, kommen auch noch Bänke dazu.“ Auf der Brücke gibt es bereits ein Sitzrondell..