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Neuauflage des Wuppertaler Springermeetings wird international

Leichtathletik : Springermeeting wird international

Bei der Neuauflage in Heckinghausen am 24. Januar soll es wieder hoch hinausgehen.

Die Latte liegt hoch, wenn am 24. Januar in der Heckinghauser Sporthalle das 26. Wuppertaler Springermeeting steigt. Beim 25. und bisher letzten hatten es die damaligen Organisatoren des Barmer TV um Ex-Hochsprung-Bundestrainer Wolfgang Killing noch einmal geschafft, dem Publikum echte Top-Leistungen zu präsentieren. Der Brite Robert Grabarz sprang am 21. Januar 2012 mit 2,34 Metern eine Weltjahresbestleistung, schlug den Russen Alexey Dmitrik knapp. Wolfgang Killing, der jetzt für den neuen Veranstalter LAZ Wuppertal die Fäden in der Hand hält und einst Weltklasseleute wie Dietmar Mögenburg, Javier Sotomayor oder Heike Henkel nach Wuppertal gelockt hatte, weiß, wie es geht. Alles hängt aber am Budget, um das sich die Sportstadt Wuppertal um Jörg Wolff bei der Sponsorengewinnung gekümmert hat. „Es ist etwas weniger als damals, aber wir haben andere Lösungen gefunden und versuchen, die Mittel auf die Startgelder für die Teilnehmer zu konzentrieren“, sagt Wolff.

Poker um Zusagen von Top-Leuten ist noch voll im Gange

So wird das komplette Starterfeld wohl erst kurz vor dem Wettkampf stehen. Weil sich die Möglichkeit ergibt, noch einige ausländische Top-Leute an Land zu ziehen, wurde das Meeting inzwischen für den Veranstaltungskalender des Deutschen Leichtathletikverbands als internationales Springen angemeldet. Bisher steht mit Imke Onnen bei den Frauen eine WM-Teilnehmerin von Doha fest. Das passt, denn die 25-Jährige, die bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2019 1,96 m gesprungen ist, war auch 2012 bei der letzten Auflage in Wuppertal mit dabei gewesen, sie ist damals mit einer Höhe von 1,77 m Siebte geworden. Konkurrenz wird sie von Alexandra Plaza bekommen (DSHS Köln), die schon 1,88 m gesprungen ist.

Ein anderer Teilnehmer von 2012, Falk Wendrich, hatte ebenfalls fest zugesagt. Er hatte in Heckinghausen als 16-Jähriger mit 2,19 m aufhorchen lassen und hat sich weiterentwickelt. 2017 war er Universiade-Sieger und gehört mit einer Hallen-Bestleistung von 2,26 m inzwischen zu den besten nationalen Hochspringern. „Doch leider hat er sich im Training an der Schulter verletzt und kann nicht kommen“, bedauert LAZ-Trainer Thomas Ediger.

Edigers Sohn Tom, Bestleistung 2,10 m, und Medaillenkandidat bei den Deutschen U-20-Hallenmeisterschaften Mitte Februar, wird als Lokalmatador mitspringen und in dem letztjährigen Deutschen Jugendmeister Jonas Pomsel sowie dem 21-Jährigen Remo Cagliesi, der kürzlich in Herzebrock-Clarholz 2,10 m gesprungen ist, Konkurrentenauf Augenhöhe haben.

Lokalmatador Tom Ediger lässt sich überraschen

Wie hoch es bei Tom nach dem Wintertraining schon gehen kann, da will sich sein Trainer Wolfgang Killing überraschen lassen. Durch das intensive Wintertraining hatte Tom eine muskuläre Verspannung am Kreuzbein bekommen, die gerade gerichtet wurde. Wettkampfmäßige Trainigssprünge mit Spikes, die in Heckinghausen obligatorisch sind, wird er erst ab nächste Woche erstmals wieder machen. Da ist dann nicht mehr viel Zeit für die Feinjustierung. Der Fokus liegt allerdings auch auf der Hallen-DM.

Deutlich über 2,20 m springen kann der Mexikaner Edgar Rivera aus der Springergruppe von Wolfgang Ritzdorf an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Der Olympiateilnehmer von 2016 - damals stellte er auch seine bisherige Hallenbestleistung von 2,30 m auf - wird als erster Top-Name bei den Männern genannt, neben Tobias Potye, U20-Europameister von 2013, der eine Bestleistung von 2,27 m aufweist. Weitere Top-Leute sollen folgen. Tradition verpflichtet eben.

(gh)