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Neonazi-Aussteiger zum Arbeiten verurteilt

Neonazi-Aussteiger zum Arbeiten verurteilt

Wuppertal. Etwa zweieinhalb Jahre nachdem eine Gruppe Neonazis in Wuppertal einen Mann verprügelt haben soll, hat das Jugendschöffengericht einen 20-Jährigen wegen Beihilfe zum Raub zu 120 Arbeitsstunden verurteilt.

Das damalige Opfer soll Anti-Nazi-Buttons an der Kleidung getragen haben und sei deshalb angegriffen worden. Laut Urteil hat der Angeklagte das spätere Opfer damals zumindest angesprochen und zum Stehenbleiben aufgefordert. Dass er sich dann an den körperlichen Übergriffen beteiligt hat — dem Opfer wurden unter anderem die Buttons abgenommen — konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Bei der Strafzumessung berücksichtigte das Gericht unter anderem, dass sich der Angeklagte mittlerweile von der rechtsradikalen Szene gelöst habe und inzwischen an einem Aussteigerprogramm teilnimmt. Das Urteil ist rechtskräftig. spa