Namenssuche für neue Bühne: WZ-Leser sind erfinderisch

Namenssuche für neue Bühne: WZ-Leser sind erfinderisch

Mehr als 150 Mails haben die Redaktion bereits erreicht — neben 30 Briefen und Karten. Wie soll die neue Bühne heißen?

Wuppertal. Hans-Georg Gohlisch ist der Eifrigste unter den potenziellen Namenspaten. So viel kann man schon sagen — auch wenn WZ-Leser nach wie vor herzlich eingeladen sind, einen passenden Titel für die neue Bühne zu finden, die im September 2014 ihre Pforte öffnet. Wie soll die Spielstätte der städtischen Bühnen heißen?

Gohlisch hat nicht etwa einen „einmaligen“ Vorschlag. Nein, er hat gleich eine ganze Reihe an wortwitzigen Ideen. Mehr als 30 Mails hat er bereits an die WZ geschickt — mit zahlreichen Alternativen. Sie reichen von Pottpüree und Artburg über Barmwasser und Neusehland bis zu Pinacchia. In Anlehnung an die ehemalige Tanztheater-Chefin Pina Bausch und Schauspielerin Ingeborg Wolff käme für Gohlisch nicht zuletzt die Variante „Pina & die Wolff“ in Frage.

Die endgültige Entscheidung trifft eine achtköpfige Findungskommission. Auch dies kann schon verraten werden: Rein quantitativ scheinen WZ-Leser eine Verbindung zu Friedrich Engels zu favorisieren. Die Option „Engelsbühne“ — wahlweise auch „Engelstheater“ — wird gleich mehrfach in den Ring geworfen. Kein Wunder, denn das neue Theater entsteht in einem ehemaligen Depot des Historischen Zentrums — also in unmittelbarer Nähe zum Engels-Haus.

Auffallend ist auch, dass sich viele Leser nicht nur um einen kreativen Ansatz bemühen, sondern auch gleich eine Abkürzung ausdenken, damit der Name — sofern er denn das Rennen macht — möglichst schnell in aller Munde sein könnte. Dieter Barthold beispielsweise plädiert für ein „Kleines Theater Wuppertal“ (KTW), während Detlef Starck an ein TaHZ (Theater am Historischen Zentrum) oder TaEH (Theater am Engels-Haus) denkt.

Rein optisch sticht ein ganz besonderer Brief aus den zahlreichen Einsendungen heraus: Wilfried A. Schossow hat mit Herzblut einen reich verzierten, schnörkelvollen Brief verfasst, in dem er die Varianten „Theaterfabrik“ oder „TIS“ (Theater im Schuppen) illustriert. Sein Favorit ist der „Spielplatz am Engelsgarten“: „Ich wünsche mir einen Namen, der den Menschen von nah und fern schnell in Fleisch und Blut übergeht.“

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