Nächster Halt Elberfeld: Regiobahn soll bis 2014 verlängert sein

Nächster Halt Elberfeld: Regiobahn soll bis 2014 verlängert sein

Die Verlängerung bis nach Wuppertal ist politisch geklärt. Um Ende 2014 fahren zu können, müsste ab diesem Herbst gebaut werden.

Wuppertal. Über Partei-, Stadt- und Verbandsgrenzen hinweg wurden hinter den Kulissen Gespräche geführt — jetzt ist die Verlängerung der Regiobahn (S 28) bis nach Wuppertal offensichtlich in trockenen Tüchern. Zum Fahrplanwechsel Ende 2014 könnte die Direktverbindung vom Hauptbahnhof ins Rheinland in Betrieb gehen, wenn die vorbereitenden Bauarbeiten auf der Strecke noch in diesem Herbst starten, erklärt Joachim Korn, Geschäftsführer der Regiobahn, auf Nachfrage der WZ.

„Das ist ein sportliches Ziel, aber zu schaffen, wenn alle Seiten mitziehen“, sagt Korn. Auch die Wuppertaler Politik habe zuletzt „gehörig Dampf“ für das Projekt gemacht und gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) dazu beigetragen, dass die Erweiterung der S 28 aus dem Kreis Mettmann bis nach Wuppertal in die Tat umgesetzt werden kann.

Eine gesicherte Finanzierung des 39 Millionen Euro teuren Ausbaus der Regiobahn ändere aber nichts am strammen Pensum, das so zügig wie möglich in Angriff genommen werden müsse, um Ende 2014 als Zielmarke zu halten, betont Korn: Dazu gehöre unter anderem auch die Anlage von Ersatzbiotopen im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen. Sie sind im Planfeststellungsverfahren für die Streckenarbeiten verbindlich vorgeschrieben. Korn: „Und so etwas braucht Vorlaufzeit.“

Unterdessen stehen Anfang September auf Landesebene finale Gespräche zur Finanzierung der Regiobahn-Erweiterung an. Ihnen sehe er „sehr optimistisch“ entgegen, sagt Dietmar Bell, Landtagsabgeordneter der SPD, im Gespräch mit der WZ. Und auch er bescheinigt allen Beteiligten großes Engagement für die Sache.

Wie berichtet, hat sich auch der Wuppertaler Verkehrsausschuss vor kurzem noch einmal in einer gemeinsamen Resolution für den Ausbau der Regiobahn stark gemacht. Zuletzt hakte es am Eigenanteil, den die Stadt Wuppertal als Kommune mit Nothaushalt nicht aufbringen kann.

Verkehrsdezernent Frank Meyer sieht den „gordischen Knoten zwar noch nicht ganz durchtrennt“, hält aber den Durchbruch im September für realistisch: Die S 28 bedeute für das Oberzentrum Wuppertal eine bessere Anbindung an die Rheinschiene und entlaste die bestehenden Zugverbindungen nach Düsseldorf. Entscheidend ist, dass für die Erweiterung der Regionbahn bereits seit 2009 eine Baugenehmigung vorliegt — und diverse Planungshürden damit schon genommen sind.

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