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Nachhilfe darf kein Privileg sein

Nachhilfe darf kein Privileg sein

Arbeitslosigkeit ist die Hauptursache für Armut. Gleichzeitig ist Bildung der Schlüssel zur beruflichen Integration. Deswegen sollten gerade die Benachteiligten der Gesellschaft einen Anspruch auf sie haben.

Aber die Realität sieht anders aus: Bei Hartz IV-Familien bleibt kein Geld für die Förderung der Kinder übrig, nur die gut Betuchten können sich heute Nachhilfe leisten.

In Wuppertal haben 80 Prozent der unter 25-Jährigen, die von der Arge leben, keine Berufs-oder Schulbildung. Für sie sind die individuellen Förderprojekte der Arge die einzige Chance. Nachhilfe darf kein Privileg sein. Deshalb ist die Entscheidung des Bundesagentur für Arbeit ein Skandal für Wuppertal. Der Bund muss seine Entscheidung zurücknehmen.

nikola.duenow@westdeutsche-zeitung.de