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Nachahmer erwünscht: Beyenburger startet Müllsammelaktion in Wuppertal

Umweltschutz : Mann aus Beyenburg startet Müllsammelaktion

Nicht nur Konfirmanden haben schon mitgemacht. Paul Baggen hofft auf viele Teilnehmer.

Manchmal ist es eine kleine Idee, die dazu beiträgt, die Welt ein bisschen besser zu machen. Beim ersten Treffen von „Weniger ist Meer“ zum Thema CO2-Abdruck hat sich Paul Baggen vorgenommen, bis zum 26. Mai vier Stunden in Beyenburg, Laaken und Langerfeld Müll zu sammeln und möglichst viele Menschen dazu zu animieren, seinem Beispiel zu folgen. „Weniger ist Meer“ ist eine neue und aktuell noch digitale Initiative der evangelischen Gemeinden Beyenburg-Laaken und Langerfeld, die sich mit dem Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen. Ideengeberin ist seine Frau Heike Baggen. „In der ersten Zoom-Sitzung wurden wir Teilnehmer gebeten, uns eine kleine, für uns selbst machbare Aufgabe für die kommenden Wochen vorzunehmen, die dem Umweltschutz dient. Es war also eine spontane Idee, die zur dieser Aktion führte“, sagt der 56-jährige, vierfache Familienvater lachend.

Vergangenen Samstag sind in Langerfeld Konfirmanden unterwegs gewesen. Erste Feedback-Mails sind auch schon bei Paul Baggen eingegangen, die sich positiv zur Aktion äußerten.  „Meine Frau und ich waren am Wochenende unterwegs und hatten während des Sammelns viele sehr nette Begegnungen und Austausche mit Passanten“, berichtet er fröhlich. In drei gemeindeinternen Whatsapp-Gruppen hat er dazu aufgerufen, Müll zu sammeln. „Leider können wir uns wegen der Pandemie nicht zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion treffen“, bedauert Baggen. Daher schlägt er vor, dass wer sich an der Aktion beteiligen möchte, bis zum 26. Mai so lange und so viel Müll sammeln soll wie er oder sie möchte. Anschließend kann man eine Mail mit einem Foto vom Sammelergebnis und - wenn möglich - mit Angabe des Gewichts an seine Mail-Adresse schicken. Am Ende der Aktion möchte der Familienvater, der in Beyenburg wohnt, über die Ergebnisse informieren. Doch auch zwischendurch will er gerne mehr Leute dazu bewegen, sich bei der Aktion zu engagieren, indem er regelmäßig Fotos und Geschichten zu Sammelevents veröffentlicht. Unterstützung beim Abtransport des Mülls organisiert er gerade. „Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass wenn jeder einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leistet, am Ende etwas Größeres und Gutes herauskommen kann“, sagt er überzeugt.

Baggen freut sich auf rege Teilnahme und dass sich noch mehr Menschen dem Projekt „Weniger ist Meer“ anschließen. Das nächste Treffen der Gruppe - im digitalen Raum - ist voraussichtlich am 27. Mai. Auch Anke Wecker, Mitinitiatorin und Jugendleiterin der evangelischen Gemeinde in Langerfeld, zeigt sich offen für Menschen, denen die Umwelt am Herzen liegt. „Wir haben mit ‚Weniger ist Meer’ erst ganz frisch angefangen und es läuft noch eher gemeindeintern ab. Aber selbstverständlich kann jeder mitmachen“, betont sie. Mehr Informationen unter:

evangelisch-wuppertal.de