Nach Irrweg und Sturz: Rentner dankt für Hilfe

Erlebnis : Nach Irrweg und Sturz: Rentner dankt für Hilfe

Klaus Rosin erlebte eine turbulente Tour durchs Tal - mit viel Unterstützung.

Klaus Rosin möchte einfach mal Danke sagen. Denn der Rentner und leidenschaftliche Radfahrer war in Wuppertal unterwegs und hat hier sehr viele hilfsbereite Menschen getroffen.

n einem heißen Augusttag hatte er geplant, mit dem E-Bike vom Wuppertaler Hauptbahnhof zurück nach Leverkusen-Opladen zu radeln. Da das Fahrrad nicht in den Aufzug passte und zum Tragen zu schwer war - ein bekanntes Problem am Hauptbahnhof - , suchte er Rat auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort erkundigte er sich bei der mobilen Polizeiwache nach dem Weg. Die Beamten vor Ort zogen seinem Bericht nach alle Register, um ihm zu Hilfe zu kommen. Rosin erzählt: „Ich habe mich schon gefragt, ob die Leute denken, ich hätte etwas verbrochen. Ich saß nämlich fast zwanzig Minuten in dem Bus der Polizei.“

Die Beamten versuchten, das Fahrrad mit dem Polizeiwagen zu transportieren. Das funktionierte allerdings nicht, trotz mehrfacher Bemühungen, den Innenraum des Fahrzeugs zu vergrößern, denn das E-Bike war zu sperrig.

Doch es sollte nicht nur bei diesem Abenteuer in Wuppertal bleiben. Klaus Rosin verirrte sich auf dem weiteren Weg, wegen der Hitze erlitt er dann einen Schwächeanfall und stürzte von seinem Gefährt.

Glück im Unglück hatte er auch in diesem Fall, denn eine Autofahrerin eilte ihm zu Hilfe und versorgte ihn mit Wasser. Die besorgte Frau wollte den Verletzten überreden, gemeinsam mit ihr einen Arzt aufsuchen. Er versicherte ihr, dass er eine Apotheke aufsuchen werde, um sich medizinisch versorgen zu lassen. Nach diesem Versprechen setzte seinen Weg fort.

An der nächsten Apotheke löste er sein Versprechen ein. Doch als er seine Fahrt fortsetzen wollte, versperrte ihm ein Polizei-Auto den Weg. Aus Sorge hatte die Autofahrerin die Polizei alarmiert und den Rentner mit seinem markanten Strohhut beschrieben.

Der war angesichts dieser großen Hilfsbereitschaft begeistert. Deshalb lautet sein Fazit trotz der Zwischenfälle: „Das war ein besonders schöner Tag.“

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