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Nach Grundschule Peterstraße gibt es Verdachtsfall am Hottenstein

Nach Tests unter 350 Schülern : Zweite Wuppertaler Grundschule bleibt geschlossen

Am Dienstag wurden in der Grundschule Peterstraße 350 Schüler und ihre Lehrer auf das Corona-Virus getestet. Sozial- und Schuldezernent Stefan Kühn äußert vorsichtigen Optimismus. In der Grundschule Hottenstein gibt es einen Verdachtsfall. Ein Mädchen, dessen Mutter positiv getestet wurde, weist Symptome auf.

Am Dienstag wurden in der Grundschule Peterstraße 350 Schüler und ihre Lehrer auf das Corona-Virus getestet. Nachdem rund 15 Prozent der Testergebnisse vorliegen, äußerte Sozial- und Schuldezernent Stefan Kühn am Donnerstag vorsichtigen Optimismus. Die ersten Tests hätten ausschließlich negative Befunde ergeben. Die Stadt geht davon aus, dass bis Montag alle Testergebnisse vorliegen und dann entschieden werden kann, wie weiter vorgegangen wird. Erst wenn alle Ergebnisse vorlägen, so Kühn, könne ein Ende der Quarantäne für Schüler und Lehrer beschlossen werden. Den Eltern der Schüler der Grundschule Peterstraße hatte die Stadt empfohlen, eine freiwillige Quarantäne anzutreten.

Am Montag sollen die Schüler und Lehrer, die in einem engeren Kontakt zu dem positiv getesteten Schüler standen, erneut untersucht werden. Der erkrankte Schüler hatte zuletzt am 7. Juni die Schule im Offenen Ganztag besucht. Er war am vergangenen Wochenende getestet worden. Am Dienstag, 14. Juni, stand fest, dass er sich wie seine Eltern mit dem Coronavirus infiziert hatte. Die Stadt nahm daraufhin bei allen Kindern und Lehrern noch am gleichen Tag im Schulgebäude die Tests vor.

Die Ergebnisse der zweiten Tests mit der dann viel kleineren Testgruppe sollen am Dienstag, 23. Juni, vorliegen. Bei einem negativen Ergebnis könne die Stadt dann entscheiden, ob die Kinder vorzeitig aus der Quarantäne entlassen werden können. Nach dem aktuellen Stand endet für Schüler und Lehrer die Quarantäne erst am 30. Juni.

Ist die Infektionsgefahr gebannt, habe die Schule die Option, die letzten Tage vor den großen Ferien wieder zu öffnen, um Zeugnisse zu verteilen und die Viertklässler zu verabschieden. „Generell besteht Schulpflicht, die Entscheidung liegt bei der Schulaufsicht“, sagt Stefan Kühn. Die Stadt will die Eltern kurzfristig informieren, sobald die Ergebnisse vorliegen.

„Sollte es Infektionen in anderen Schulen geben, bedeutet das nicht automatisch, dass alle Schüler getestet werden müssen. Dies war in der Grundschule Peterstraße erforderlich, Das Reihen-Screening am Dienstag sei erforderlich gewesen, weil nicht auszuschließen war, dass sich über den Offenen Ganztag bereits Infektionsketten in der gesamten Schule gebildet hatten“, so Stefan Kühn.