Nach Ebay-Kleinanzeigen-Auktion: Baumeisters Schwebebahn ist verkauft

Verkauf : Nach Ebay-Kleinanzeigen-Auktion: Neues Zuhause für Baumeisters Schwebebahn

Der Wuppertaler Horst Baumeister hatte den WSW einen alten Wagen abgekauft. Weil ihm die Baugenehmigung fehlte, versuchte er, ihn über Ebay-Kleinanzeigen zu verkaufen — jetzt hat die Bahn einen neuen Besitzer.

Die zwischenzeitlich bei Ebay-Kleinanzeigen angebotene alte Schwebebahn hat einen neuen Besitzer gefunden. Per Kran wurde sie am Schwebebahndepot in Vohwinkel auf ein Transportfahrzeug verladen und abtransportiert. Käufer ist nach WZ-Informationen ein Wuppertaler Unternehmer, der die Schwebebahn auf seinem Gewerbegrundstück aufstellen will.

Für Horst Baumeister war es ein trauriger Tag. Ursprünglich hatte der Barmer die Schwebebahn für 5000 Euro gekauft mit dem Ziel, sie in seinem Garten aufzustellen. Doch daraus wurde nichts. Denn für das Aufstellen der tonnenschweren Schwebebahn ist eine Baugenehmigung erforderlich. Die aber hatte Baumeister nicht. Außerdem habe er nicht mit so „immensen“ Zusatzkosten für Baugenehmigung und Fundament gerechnet, so Baumeister. Der Bauunternehmer schätzt diese Zusatzkosten auf mindestens 20 000 Euro, den Preis für ein passendes Grundstück nicht mitgerechnet.

Also entschloss er sich, die Schwebebahn zum Kauf anzubieten, zwischenzeitlich sogar über das Internet-Verkaufsportal Ebay-Kleinanzeigen. Zwar hatte er mehr als 13 000 Zugriffe verzeichnet. Doch viele brauchbare Angebote sei nicht dabei gewesen. Von zwölf Angeboten seien schließlich fünf ernsthafte übrig geblieben. Doch auch von diesen Kaufinteressenten hätten einige absagen müssen, weil sie keine Baugenehmigung bekommen hätten. Schließlich erhielt ein Wuppertaler Unternehmer den Zuschlag. Über den Kaufpreis schweigt Baumeister. Nur so viel: „Meine Grundkosten sind gedeckt.“

Nachdem alle Beteiligten einen Termin für den Abtransport gefunden hatten, haben die WSW die alte orange-blaue Schwebebahn aus dem Baujahr 1972 im Depot zerlegt - zunächst in drei große Einzelteile. Dann wurden Räder und Drehgestelle abmontiert und die Werbung entfernt. Die WSW bauten anschließend noch einige Ersatzteile ab, die noch gebraucht werden könnten, erklärt WSW-Sprecher Holger Stephan. Schließlich würden die Einzelteile im Depot bis zum Abtransport gelagert. „Die Kosten für die Zerlegung übernehmen wir“, so Stephan. „Außerdem stehen wir dem Käufer natürlich mit Rat und Hilfe zur Seite.“

Horst Baumeister ist einerseits traurig, dass er die Schwebebahn weiterverkaufen musste. Andererseits freut er sich, dass sie in Wuppertal bleibt. Und ein kleines Andenken hat er sich doch noch gesichert: die vier Fahrmotoren. „Einen stelle ich im Garten auf, aus den anderen drei mache ich vielleicht ein Kunstwerk“, kündigt er an.

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