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Nach Bombendrohung gegen Santander: Wall ist wieder offen

Nach Bombendrohung gegen Santander: Wall ist wieder offen

Elberfeld. Die anonyme Drohung ging gestern um 14.50 Uhr zeitgleich bei der Polizei und der Santander-Bank am Wall in Elberfeld ein: Im Gebäude, in dem das spanische Kreditinstitut untergebracht ist, werde eine Bombe hochgehen, heißt es sinngemäß in dem Schreiben.

Dass die Polizei diese Drohung ernst nahm, zeigte sich wenige Minuten später. Mit einem Großaufgebot von 100 Beamten sperrte die Polizei den Wall — für Busse, Taxen, Lieferverkehr und für Fußgänger. Zeitgleich wurde das mehrgeschossige Santander-Gebäude geräumt. Die Gefahrenzone wurde von der Polizei gestern Nachmittag auf einen Radius von etwa 100 Metern rund um das Bankgebäude festgelegt.

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei den Wall weiträumig abgesperrt - auch die Querstraßen, wie hier die Kirchstraße.
Mit einem Großaufgebot hat die Polizei den Wall weiträumig abgesperrt - auch die Querstraßen, wie hier die Kirchstraße. Foto: Jens Loewen

Die geräumten Gebäude wurden durchsucht. Die Polizei setzte speziell dafür ausgebildete Hunde ein. Gegen 16.30 Uhr waren die Auswirkungen der Bombendrohung auch rings um den Wall spürbar. Unter anderem musste die Burg-Apotheke schließen. Michael Busch, Markthändler auf dem Neumarktzur WZ: „Im Moment kommen vor allem Schaulustige.“

Der Wall menschenleer. Nach einer Bombendrohung hatte die Polizei die Straße komplett gesperrt.
Der Wall menschenleer. Nach einer Bombendrohung hatte die Polizei die Straße komplett gesperrt. Foto: Jens Loewen

Nachdem sie endlich den Stau vor Wuppertal hinter sich hatten, waren gegen 18 Uhr dann auch die Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes (LKA) am Wall angekommen. Nach der Begehung des Gebäudes samt Hunden stand fest: kein Sprengstoff und auch keine Bombe. Um 19.25 Uhr war der Wall wieder frei. Die Ermittlungen zum Absender der anonymen Bombendrohung dauern an.