Mysteriöser Toter in Wuppertal - zunächst Blut-Analyse

Toter 19-Jähriger : Mysteriöser Todesfall in Wuppertal - zunächst Blut-Analyse

In Wuppertal ist ein 19-Jähriger auf rätselhafte Weise gestorben. Nachdem sich der anfängliche Verdacht einer Infektion nicht bestätigt hat, dauert die Suche nach der Todesursache an.

Im Fall des am Sonntagabend, 17. Februar, plötzlich verstorbenen 19-Jährigen werden noch einige Tage vergehen, bis weiteres zur Todesursache bekannt wird. Nach Angaben der Polizei am Mittwoch (20. Februar) wird zunächst das Blut des jungen Mannes untersucht, erst dann wird in der nächsten Woche eine Obduktion vorgenommen.

Der junge Mann aus Guinea, der seit drei Jahren in Deutschland lebte, war am Sonntagabend vor einem Haus an der Schellenbecker Straße zusammengebrochen und gestorben. Nach Angaben der Polizei war er gemeinsam mit einem weiteren jungen Mann bei einem Bekannten zu Besuch gewesen.

Verdacht auf Infektion bestätigte sich nicht

Als es ihm nicht gut ging, sei er vor die Tür gegangen, wo er schließlich zusammenbrach. Er habe selbst noch versucht, den Notruf zu wählen, dann seinen Bekannten gebeten, das zu tun. Dieser erlitt einen Schock angesichts des Todesfalls.

Der Tote hatte viel Blut aus dem Mund verloren, die Rettungskräfte fanden auch viel Blut auf dem Bürgersteig rund um den Hauseingang, in dem der Tote lag. Zuerst fürchteten sie, er könnte an einer Infektionskrankheit leiden, gingen deshalb mit Schutzbekleidung vor und ließen den Bereich um Mehrfamilienhaus weiträumig absperren. Ein Polizeisprecher sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme.

Der Verdacht auf eine Infektionskrankheit bestätigte sich nicht. Deshalb sah das Gesundheitsamt auch keinen Grund für weitere Vorsichtsmaßnahmen. Inzwischen geht man davon aus, dass der 19-Jährige an einer Bluterkrankung litt, die nicht ansteckend ist. Um das zu prüfen, wird jetzt nach Angaben der Polizei zunächst sein Blut analysiert. Erst danach wird der Körper insgesamt untersucht, diese Obduktion ist aber erst für kommende Woche geplant. Zunächst war erwartet worden, dass eine Obduktion bereits am Dienstag weitere Informationen bringt. Doch bis es soweit ist, wird es tatsächlich noch einige Tage dauern. Bisher gibt es keinerlei Hinweise auf eine Fremdeinwirkung

Kein Zusammenhang mit Fall in Solingen aus dem vergangenen Jahr

Der Fall hat in den Sozialen Netzwerken für Diskussionen gesorgt. Es wurde an einen Fall aus dem vergangenen Jahr in Solingen erinnert. Im August verschwand ein damals ebenfalls 19 Jahre alter Sudanese aus einem Krankenhaus, der dort unter anderem wegen Tuberkulose in Behandlung war. Zeugen wollten ihn später auch in Wuppertal gesehen haben. Einen Zusammenhang gebe es aber nicht, es handele sich um unterschiedliche Personen, so die Polizei.

(kati/est/fred/ecr)
Mehr von Westdeutsche Zeitung