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Museumsdirektor Roland Mönig stellte sich am Montag in Wuppertal vor

Kunstmuseum : Vom freien Mitarbeiter zum Direktor im Kunstmuseum

Für Roland Mönig, Leiter des Von der Heydt-Museums, schließt sich am 1. April ein Kreis.

Die Zukunft des Von der Heydt-Museums nimmt Gestalt an: Am Montag wurde Roland Mönig (54) als Nachfolger des langjährigen Museumsdirektors Gerhard Finckh im Rathaus offiziell vorgestellt. Zum 1. April 2020 wird Mönig, der seit Dezember 2013 als Leiter des Saarlandmuseums in Saarbrücken tätig ist und an der Spitze der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz steht, seine Arbeit in Wuppertal aufnehmen.

Nach seinem Antrittsbesuch im Barmer Rathaus besichtigte Roland Moenig mit Kulturdezernent Matthias Nocke seinen künftigen Arbeitsplatz und wurde den Mitarbeitern vorgestellt. Neuland betritt der gebürtige Bochumer mit seinem Wechsel von der Saar an die Wupper nicht, denn schon nach dem Studium in seiner Heimatstadt lernte er das Von der Heydt-Museum über den Zeitraum von zwei Jahren als freier Mitarbeiter kennen.

„Es ist für mich ein Weg zurück in meine Heimatregion. Das Museum habe ich unter der Leitung von Sabine Fehlemann kennengelernt. Ich erinnere mich an zahlreiche Ausstellungen, die ich mit vorbereitet habe, und Führungen durch das Haus, die ich damals geleitet habe“, sagte Roland Mönig. Er freue sich zudem auf das Wiedersehen mit Antje Birthälmer, der stellvertretenden Direktorin des Museums und kommissarischen Leiterin, die er schon seit vielen Jahren kenne.

Ein Experte mit Bezug zum
Von der Heydt-Museum

„Wir sind alle begeistert und froh, dass wir eine gemeinsame Lösung gefunden haben“, sagte Oberbürgermeister Andreas Mucke und dankte den Mitgliedern der Findungskommission. Die habe nicht nur einen tollen Menschen gefunden, sondern einen Experten mit Bezug zum Von der Heydt-Museum. Lob gab es für die Wahl auch von Joachim Schmidt-Hermesdorf, Vorstandsvorsitzender des Kunst- und Museumsvereins, der Mitglied der Von der Heydt-Museum gGmbH ist. Die gemeinnützige GmbH trägt das wirtschaftliche Risiko des Ausstellungsbetriebs und da kann es bei großen Einzelausstellungen um sechsstellige Summen gehen. Roland Mönig ist als Museumsdirektor der Geschäftsführer der gGmbH.

„Mein Kerngebiet ist die Kunst der Moderne, da gibt es kaum Schöneres als das Von der Heydt-Museum. Wuppertal hat eine spezielle Sammlung, die in der Breite und Tiefe kaum woanders zu finden ist“, sagte Mönig. In den vergangenen zehn, zwölf Jahren sei ein wunderbares Ausstellungsprogramm von Gerhard Finckh erstellt worden. „Ich würde gerne versuchen, auch die andere Seite des Hauses zu bespielen: Die Klassiker und den avantgardistischen Impuls, der für die Sammler von der Heydt immer eine wichtige Rolle gespielt hat.“

Stadtdirektor Johannes Slawig kündigte an, dass die Verwaltung vorschlagen wird, den Kooperationsvertrag mit der Von der Heydt gGmbH um weitere zehn Jahre zu verlängern. Roland Mönigs Vertrag ist unbefristet. „Wir stellen als Stadt das Haus und 19 Mitarbeiter zur Verfügung. Ausstellungen sind nur möglich durch das private Engagement. Das wird die Stadt nicht alleine leisten können“, beschrieb Slawig die Aufgabenteilung.

Die Einbeziehung der Barmer Kunsthalle ist nicht geplant. Da legte sich Roland Mönig fest: „Ich bin Direktor des Von der Heydt-Museums, und Konzentration ist das Gebot der Stunde.“