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Müllsünder sollen zahlen

Müllsünder sollen zahlen

Es ist jedes Jahr der gleiche Ärger: Kaum wird das Wetter schön, feiern viele Wuppertaler an den Wochenenden in "ihren" Parkanlagen. Das wäre eigentlich auch kein Problem - wenn sie denn ihren Dreck wieder mitnehmen würden.

Die Folgen des Vergnügens sind am nächsten Tag aber erfahrungsgemäß mehr als ärgerlich.

Der Anblick leerer Bierflaschen, in den Rasen getretener Kronkorken und verschmierter Pappteller verdirbt die Lust auf das nächste Picknick unter freiem Himmel.

Dabei könnte es doch so einfach sein: Die oft jungen Leute müssten nur ihren Dreck wieder mitnehmen. Das machen sie aber nicht. Und weil sie es nicht machen, müssen Langzeitsarbeitslose den Wohlstandsmüll anderer wegräumen - anstatt wirklich für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert zu werden.

Hinzu kommt, dass die Verursacher in ihrem Verhalten bestärkt werden, wenn regelmäßig ihr Dreck von anderen weggeräumt wird. Es ist auch nicht einzusehen, weshalb die Bürger über ihre Steuern und Abgaben das Wochenend-Grillen mitfinanzieren.

Aus diesem Grund hat der Ordnungsdienst dafür zu sorgen, dass die Verursacher ihren Dreck auch wieder mitnehmen - oder ein Bußgeld zahlen.

volo.wuppertal@ westdeutsche-zeitung.de