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Müll an der Ohligsmühle in Wuppertal: WZ ruft zur Mitmachaktion auf

Am Samstag, 23. Oktober : Müll an der Ohligsmühle in Wuppertal: WZ ruft zur Mitmachaktion auf

Nicht nur meckern, sondern auch machen: Nach diesem Motto säubern WZ-Mitarbeiter den Bereich rund um ihren Standort. Mitstreiter sind willkommen.

Müll auf den Straßen und im Grün der Stadt stört viele Wuppertaler. Bei der Westdeutschen Zeitung kommen zahlreiche Beschwerden und Hinweise auf Dreck­ecken im Stadtgebiet an. Und überall in Wuppertal tun sich Menschen zusammen, um das wegzuräumen, was andere hinterlassen haben. Für Samstag, 23. Oktober, ruft die WZ dazu auf, den Bereich rund um ihren Standort an der Ohligsmühle von Müll zu befreien. Von 12 bis 15 Uhr wird gemeinsam gesammelt. Müllbeutel und Handschuhe stellt die Stadt. Neben heißen Getränken wird es auch eine Stärkung für Hungrige geben.

Das große Saubermachen ist Tradition in Wuppertal: Jedes Jahr im März ruft die Stadt zum Picobellotag oder Wupperputz auf, dann sammeln tausende Freiwillige auf der Tal­achse, an den Wupperufern, in Grünanlagen und auf Spielplatzen sowie rund um Schulen und Kitas Müll in Säcke ein, die die Stadt zur Verfügung stellt. Doch das musste wegen der Corona-Pandemie zweimal ausfallen.

Dabei führten gerade Corona-Pandemie und Lockdown dazu, dass noch mehr Pizza-Kartons und andere Essensverpackungen verbraucht wurden – und zum Teil in der Landschaft und auf der Straße landeten. Wer die Lockdown-Zeiten zu Spaziergängen nutzte, sah auch in der dann viel stärker besuchten Natur mehr Müll.

Das Hochwasser im Juli hat nicht nur große Schäden in den Stadtteilen Beyenburg, Kohlfurth und Morsbachtal hinterlassen, sondern auch viel Treibgut und Dreck an Brücken und Wupperufer gespült. Vieles davon ist noch vorhanden, auch weil die Wupperufer bis Ende September aus Naturschutzgründen nicht betreten werden sollten.

Für den vermehrten Müll hat die Stadt zusätzliche Mülleimer aufstellen lassen und zusätzliche Kräfte für beliebte Grünanlagen engagiert. Aber auch Bürger sind zur Tat geschritten, haben sich zum Müllsammeln getroffen. Der Bürgerverein Küllenhahn oder die Mitglieder des Service-Clubs Round Table Wuppertal RT 15 sind nur zwei Beispiele von vielen. Ohnehin regelmäßig mit Müllsammeln beschäftigt sind Vereine und Gruppen wie die Wupperpaten, die Wuppertalbewegung oder die Mitglieder des Barmer Verschönerungsvereins.

Auch Einzelpersonen werden aktiv. Gerd Knipping etwa hat Dreck entlang der Wiedener Straße an der Düsseler Höhe gesammelt, dabei ein große Menge Flachmänner gefunden. Ralf Geisendörfer motiviert Vermieter und Anrainer an der Steinbecker Meile, sich um die Sauberkeit der Straße zu kümmern. Und die sechsjährige Carlotta aus Elberfeld hat sich so über Müll geärgert, dass sie mit ihrer Mutter regelmäßig auf dem Schulweg Müll gesammelt hat - in extra hergestellten Warnwesten mit der Aufschrift „Wuppis for nature“.

Motivierende Beispiele, denen WZ-Mitarbeiter und WZ-Leser nacheifern können.