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Modellversuch in Wuppertal schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe

Modellstadt Wuppertal : Modellversuch schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe

Der Modellversuch in Wuppertal würde endlich Aktivitäten ermöglichen, die alle vermissen. Und außerdem mehr Menschen zum Test motivieren.

Das Prinzip ist simpel: Engerer Kontakt ist möglich für Menschen, die andere nicht anstecken können. Schnelltests zeigen uns – mit einer gewissen Sicherheit – wer nicht infektiös ist. Diese Menschen könnten zusammen ins Café oder Kino gehen. Das negative Testergebnis wird zur Eintrittskarte. Das ist die Idee hinter dem Modellversuch, der in Tübingen „Öffnen mit Sicherheit“ heißt. Diesen Weg will auch NRW ausprobieren und die drei Bergischen Städte wollen dabei sein.

Das Prinzip wird schon länger in Altenheimen angewendet. Wichtig ist die Konsequenz: Nur wenn alle Teilnehmer einen negativen Test vorweisen können, ist die Veranstaltung nach unserem Wissensstand wohl ungefährlich. Aber eine ungetestete Person, der man ihre Infektion nicht ansieht, kann das Virus an alle Teilnehmer weitergeben. Und muss daher draußen bleiben.

Dieses Vorgehen ist effektvoller, als darauf zu hoffen, allein durch Vermehrung der Tests ein paar mehr Infizierte zu finden. Und dabei weiterhin Getestete und Ungetestete beieinander zu lassen – etwa in Schulen.

Der Modellversuch würde Aktivitäten ermöglichen, die alle vermissen. Und gleichzeitig mehr Menschen zum Test motivieren, wodurch mehr Infektionsketten unterbrochen werden könnten. Daher ist er doppelt erstrebenswert. Es ist zu hoffen, dass Wuppertal den Versuch machen darf. Und dass der Versuch gelingt. Denn ein Restrisiko ist da, dass der Test nicht alle Infizierten entdeckt.