Mit Tricks und Charme das Publikum verzaubert

Mit Tricks und Charme das Publikum verzaubert

Beim zweiten Zauberzirkel sorgten Wuppertaler Zauberer mit ihren großen und kleinen Tricks für Staunen.

Langerfeld. "Oh, guten Abend, da sind Sie ja", begrüßt der Portier, als solcher gut durch die Aufschrift an der knallroten Kappe erkennbar, die Besucher. "Madame sehen großartig aus!", "Wollen Monsieur vielleicht hier sitzen?", ging es höflich weiter. Alle und jeder beim Zauber-Salon in der Bandfabrik waren bemüht, den Abend zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen.

Und das gelang den Beteiligten dieser Kleinkunstbühne am Rande der Stadt trefflich. "Vielen Dank, der Applaus ist wirklich berechtigt", begrüßte Thomas Korte zum zweiten Zauberzirkel, der bestens besucht war. Auch diesmal waren Künstler verschiedener Sparten eingeladen, die experimentieren und aktuelle Kunststücke zeigen wollten.

Unter dem Motto "Lachen, staunen, wundern" sollte unterhalten werden, was bestens gelang. Von einfachem Hokuspokus über magische Zauberformeln bis zu trickreichen Kabinettstückchen reichte das Spektrum der Darbietungen. Lothar Ulrich, genannt "Manus (die Hand)" eröffnete die erstaunliche Veranstaltung mit klassischer Salonzauberei. Dazu ließ er, ohne jedwedes Tamtam, beispielsweise einen Goldklumpen - "das beste ist immer eine Parteispende" - verschwinden, in einer so genannten Parteispendenwaschanlage.

Und siehe da, beim Öffnen sämtlicher Türen, Hintertüren inklusive, war von dem Klumpen nichts mehr zu sehen. Zusammen mit einem Zuschauer brachte er später das Verhältnis der Schotten zu ihrem Geld näher - indem er auf wundersame Weise Münzen aus einem Beutel in einen anderen wandern ließ. Ebenso wurde der Auftritt Frank Molls mit Ausrufen des begeisterten Staunens begleitet, wenn er allerlei Requisiten verschwinden ließ. Weitere 20 Minuten erfreute Atilla Peken mit seiner trickreichen Fingerfertigkeit.

Und dass zu Beginn des Abends der Zeremonienmeister Hans Dillenberg so überaus aufmerksam war, war nicht allein seiner guten Kinderstube geschuldet. Denn auch der Conferencier war Teil des zauberhaften Programms. "Ich bitte Sie, in Zukunft besser auf Ihre persönlichen Gegenstände zu achten", leitete er mit gespielter Strenge den Abend ein - und zog ein Mobiltelefon, Autoschlüssel, eine Haarspange und ein Portemonnaie ("Ich will mal nicht verraten, was alles drin ist") aus seinen Taschen, um sie den rechtmäßigen Besitzern zurück zu geben.

Nach guter alter Gauklertradition war der Eintritt zu diesem Wohnzimmerprogramm, was alle Zuschauer, dem Applaus nach zu urteilen, gut unterhalten hat, frei. Spenden wurden vom begeisterten Publikum in einen Zylinder gegeben.

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