Mit Gottes Segen fährt es sich sicherer

Mit Gottes Segen fährt es sich sicherer

Vor der St. Laurentius-Basilika ließen rund 60 Biker ihre Motorräder segnen.

Zentrum. Die Andacht war fast zu Ende, als Pastoralreferent Werner Kleine noch eine Bitte hatte. „Singt unserem Herrn ein Halleluja“, sprach er in die Menge, und die rund 60 Biker taten ihm gern den Gefallen und ließen auf dem Laurentiusplatz die Motoren ihrer Motorräder aufheulen.

Es war der unüberhörbare Abschluss der traditionellen Motorradsegnung, die die Katholische Citykirche seit 2005 in Kooperation mit der Polizei Wuppertal veranstaltet. Schon vor der Segensfeier war die Stimmung bei Kleine und den anwesenden Motorradfahrern bestens. „Ich habe den Eindruck, dass wir heute einen neuen Rekord aufstellen“, sagte er mit Blick auf den gut gefüllten Platz. In seiner Andacht schlug er jedoch auch ernstere Töne an und mahnte: „Wir müssen Rücksicht aufeinandere nehmen — das gilt für Biker, aber auch für Autofahrer.“

Das Thema Rücksicht spielt auch für Polizeihauptkommissar Dieter Moors eine wichtige Rolle. „Die Hälfte der Motorradunfälle passieren, weil die Fahrer übersehen werden“, erläuterte er. Deswegen freute er sich auch, dass gut die Hälfte der Motorradfahrer am Laurentiusplatz eine Jacke oder Weste in signalgelb trugen. „Mittlerweile haben wir bei der Polizei ja auch Helme und Jacken in dieser Farbe, darüber sind wir froh.“ Moors nahm zusammen mit einem weiteren Kollegen an der Segnung teil und informierte anschließend die anwesenden Biker im Rahmen der Unfallprävention. „Wir besprechen, wie man sich im Falle eines Unfalls verhält und wie man die Unfallstelle richtig absichert“, so Moors.

Mit dabei war auch Siegfried Jaspers, der zum ersten Mal an der Segnung teilnahm. Um sicher durch den Straßenverkehr zu kommen, sei vorausschauendes Fahren das Wichtigste. „Wenn der Herrgott mit dir ist, wird dir das auch gelingen“, sagte er.