Miss Universe gibt jetzt Gas

Miss Universe gibt jetzt Gas

Erste Fahrstunde: Zwischen Kameras, Kupplungen und Klischees: Am Montag wurde Alexa Kuszlik in Barmen als Fahranfängerin in Szene gesetzt.

Barmen. Es ließ nicht lange auf sich warten, das flaue Gefühl im Magen. "Natürlich war ich total aufgeregt", sagt Alexa Kuszlik, zupft an ihrer blütenweißen Miss-Universe-Schleife und wirft einen entspannten Blick durch die Fahrschulräume am Hohenstein in Barmen. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Markus Klewer und eigens dafür angereisten Kamerateams hat sie gerade ihre allererste Fahrstunde hinter sich gebracht.

Natürlich hat sie den Audi TT mit 200 PS im Barmer Straßen-Dickicht immer mal wieder abgewürgt und den Friedensvertrag mit der Kupplung noch nicht sofort unterschrieben. "Aber das ist ganz normal", fügt ihr Fahrlehrer hinzu - eigentlich ganz unspektakulär.

Genau so verhält sich auch die Frau aus dem Universum jenseits der Kamera-Augen, die vorzugsweise einen geschärften Blick auf Klischees und automobile Zweideutigkeiten werfen: Eine Frau am Steuer, dazu noch aufgeregt, dazu noch blond - auf den ersten Blick passt alles zusammen. Das war es aber dann auch schon.

Das saß - allerdings nicht tief genug, um den Glauben der Wuppertalerin an sich selbst zu erschüttern. Im Umgang mit den Medien, die sie braucht, um ans Ziel zu kommen, sei sie aber um einiges "vorsichtiger" geworden - auch auf den Rat von Prominenten hin, die jeden Tag unter Beobachtung stehen. "Ich überlege mir jetzt sehr genau, was ich sage - und was nicht."

Der Vormittag als "Deutschlands schönste Frau am Steuer" geht auf diese Weise in Ordnung - und das flaue Gefühl ist längst vergessen. Jetzt freut sich die 26-Jährige auf ihre erste Autobahnfahrt. Ohne Kameras.

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