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Messer-Angriff in Wuppertal: Täter wählte sein Opfer wohl zufällig​

Attacke im Haus der Integration : Messer-Angriff in Wuppertal: Täter wählte sein Opfer wohl zufällig

Nach der Messer-Attacke auf eine Mitarbeiterin in der Wuppertaler Ausländerbehörde ist der Täter jetzt in Untersuchungshaft.

Der 20-jährige Mann, der am Donnerstagmorgen eine Mitarbeiterin der Wuppertaler Ausländerbehörde mit einem Messer attackiert hat, wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Er sitzt jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft Wuppertal mit.

Die verletzte Frau sei dabei möglicherweise nur zufällig Opfer des Angriffs geworden. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei sie zumindest nicht für die Angelegenheiten des Täters zuständig gewesen.

Das Motiv des Mannes ist weiterhin unklar. Laut Staatsanwaltschaft habe er sich bislang weder zur Tat noch zu seinen Beweggründen geäußert. Allerdings seien dem Angriff „Uneinigkeiten“ mit dem ebenfalls im Haus der Integration ansässigen Jobcenter über den Leistungsbezug des Mannes vorausgegangen.

Aus der Akte des Täters gebe es zwar Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung, diese stünden aber einer Untersuchungshaft nicht entgegen, so Staatsanwalt Patrick Penders. Dem Täter werde ein Pflichtverteidiger zur Seite gestellt.

Als gesichert gilt, dass der Mann am Donnerstag gegen 9 Uhr das Haus der Integration an der Friedrich-Engels-Allee betrat. Er habe sich zunächst unauffällig verhalten, sei dann aber unvermittelt mit einem kleinen Messer auf die 25-jährige Mitarbeiterin der Ausländerbehörde losgegangen. Dabei verletzte er die Frau durch zwei Stiche im Schulterbereich schwer. Die Frau wurde noch vor Ort behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Kollegen des Opfers konnten den Täter bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Er wurde festgenommen.

Das Wuppertaler Haus der Integration bleibt auch am Freitag nach der Tat für den Publikumsverkehr geschlossen. Laut einer Sprecherin der Stadt soll bei der Wiedereröffnung am Montag zusätzliches Sicherheitspersonal vor Ort sein.

(mr)