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Mehrere Tonnen Getränke für Fluthelfer in Wuppertal-Beyenburg gespendet

Ehrenamt : Mehrere Tonnen Getränke für Fluthelfer in Wuppertal-Beyenburg gespendet

Was benötigen die Helfer, die die Schäden der Flut in Wuppertal-Beyenburg beseitigen? Auch Getränke – die Arbeiten sind anstrengend. Jetzt soll der Vorrat bis Ende des Jahres reichen.

Viereinhalb Tonnen Flüssigkeit karrten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Wuppertaler Malteser im Rahmen einer rund sechsstündigen Aktion am Wochenende in den vom Jahrhunderthochwasser besonders betroffenen Stadtteil Beyenburg. Das teilte Michaela Boland, Pressereferentin des Malteser Hilfsdienstes, mit. Im Zuge ihrer Fluthilfe unterstütze die Hilfsorganisation die Opfer des Juli-Hochwassers sowie die Helfer vor Ort bestmöglich. Auf diese Weise war nach der Versorgung der Menschen mit Speisen aus ihrer Feldküche in Zusammenarbeit mit der Gliederung Haan/Hilden und dem Bereitstellen von Bautrocknern vor einigen Wochen nun kurzfristig die Anfrage nach Getränken für Helfende und Hochwasser-Betroffene an sie herangetragen worden.

Der stellvertretende Malteser-Rettungsdienstleiter aus Wuppertal, Christian Görlich, organisierte die Aktion gemeinsam mit Christoph Stamm, Gruppenführer Katastrophenschutz. In spontaner Zusammenarbeit mit zwei ehrenamtlichen Maltesern aus Köln sowie drei Helfern aus Wuppertal wurden so 9072 PET-Flaschen mit Wasser, Cola, Apfelschorle und Iso-Drinks gekauft und von Leverkusen nach Beyenburg transportiert. Vor Ort besteht seit Monaten eine Koordinationsstelle unter Leitung des Oberstabsfeldwebels Arne Aust.

„Der Vorrat dürfte bis Ende des Jahres ausreichen“, sagt Christian Görlich. Nachdem bekannt sei, dass Hochwasserbetroffene sowie Helfer hier teilweise sieben Tage die Woche durcharbeiteten, um den auch aus historischen Gebäuden bestehenden Stadtteil auf Vordermann zu bringen, sei der Flüssigkeitsbedarf naturgemäß hoch. Hier zügig weiterhelfen zu können, habe die Hilfsorganisation außerordentlich gefreut, so Görlich. Einziges Problem: Mangels eines Hubwagens mussten die Flaschen eigenhändig ausgeladen werden. Mit einer kurzerhand gebildeten Menschenkette vermochte es das Team, die Getränke-Fracht mit Muskelkraft aus dem Fahrzeug zu schaffen.