Stadtentwicklung Mehr Tempo bei den Baustellen in Wuppertal-Elberfeld

Die Pragmatismus-Vereinbarung der Stadt mit den WSW und den Denkmalexperten zeigt offenbar Wirkung.

Wie steht es um die Baustellen in der Elberfelder City?

Wie steht es um die Baustellen in der Elberfelder City?

Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Von einem Booster kann vielleicht noch keine Rede sein, aber eine Beschleunigung sehen die Beteiligten dennoch gegeben: Mit den Baustellen in der Elberfelder City geht es laut Stadtverwaltung und Wuppertaler Stadtwerken (WSW) mittlerweile etwas zügiger vorwärts. Grund dafür sei die Pragmatismus-Vereinbarung, die Oberbürgermeister Uwe Schneidewind Ende vergangenen Jahres mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) abgeschlossen hat. Die enge Abstimmung mit dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege und der Fachfirma LQ Archäologie soll nun Früchte tragen.

„Ich höre von mehreren Seiten, dass die WSW den Eindruck haben, dass es nun schneller geht“, ließ sich der Elberfelder Bezirksbürgermeister Thomas Kring auf WZ-Nachfrage vernehmen. Das bestätigt Rainer Friedrich als Sprecher der WSW: „Die Maßnahmen, die im Rahmen der Pragmatismus-Vereinbarung beschlossen wurden, wirken sich durchaus positiv aus.“ Es sei nach drei Monaten noch zu früh, das genauer zu beziffern, zumal die Archäologie weiterhin ein Hemmschuh für die Arbeiten an dem Fernwärmesystem sei. „Aber unser erster Eindruck ist positiv“, so Friedrich. Für einen ordentlichen Schub habe unter anderem die Einstellung von zwei Archäologen gesorgt, die sich um die fachliche Bewertung der Funde in den Baustellen kümmern, so Bauamtsleiter Jochen Braun. Vorher habe sich nur eine Fachkraft der Stadt darum kümmern können und zudem weitere, stadtarchäologische Aufgaben erledigen müssen. Vier bis fünf Tage dauert eine archäologische Sondierung einer Baugrube nun, so wurde laut Braun im Rahmen einer Dokumentation der Arbeiten festgestellt. Eine deutliche zeitliche Verbesserung, wie er sagt. Thomas Kring sieht das als Beweis für seine Einschätzung: „Die Verwaltung wurde personell über Jahrzehnte ausgeblutet, wie sich auch hier zeigt.“

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