Mehr Geld fürs Kunstmuseum

Mehr Geld fürs Kunstmuseum

Mit einem Kooperationsvertrag soll die Finanzierung des Von der Heydt-Museums dauerhaft gesichert werden.

Wuppertal. Ob Claude Monet oder Peter Paul Rubens: Auch künftig sollen Werke großer Meister im Wuppertaler Von der Heydt-Museum zu sehen sein. Darin sind sich Stadt, Museumsleitung und viele Wuppertaler einig — doch die Organisation überregional bedeutender Wechselausstellungen wie der in der vergangenen Woche beendeten Rubens-Schau kostet viel Geld.

Geld, das die Stadt Wuppertal nicht hat. Um die Finanzierung des Museums und seiner Ausstellungen dennoch zu sichern, wurde am Montag ein Kooperationsvertrag unterzeichnet: Die dauerhafte Unterstützung des Von der Heydt-Museums leistet nun eine gemeinnützige GmbH, die von der Stadt, der Brennscheidt-Stiftung, der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung und dem Kunst- und Museumsverein (KMV) getragen wird.

„Diese Kooperation macht das Von der Heydt-Museum zukunftsfähig und ein Stück weit unabhängig von der städtischen Kassenlage“, sagte Oberbürgermeister Peter Jung (CDU), der „die hervorragende Zusammenarbeit“, insbesondere mit dem Museumsverein und den Stiftungen, lobte.

Zwar gibt es finanzielle Hilfe durch bürgerschaftliches Engagement für das Museum schon länger, doch die Zusammenarbeit soll mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags „über einzelne Ausstellungsprojekte hinaus nachhaltig und dauerhaft“ sein, wie Kulturdezernent Matthias Nocke (CDU) betonte. Die gemeinnützige GmbH werde es ermöglichen, beispielsweise die Organisation von Wechselausstellungen finanziell und personell zu stemmen. Der dafür nötige Etat bewege sich im siebenstelligen Bereich.

Die Stadt wiederum verpflichtet sich, das Museum als städtische Einrichtung weiter zu führen, die anfallenden Gebäudekosten zu tragen sowie einen Mindeststandard von rund 19 Vollzeitstellen zu gewährleisten. „Die Stadt sichert die Grundausstattung“, erläuterte Stadtdirektor Johannes Slawig, „all das, was darüber hinausgeht, das gelingt nur durch das große Engagement dieser neugegründeten gemeinnützigen Gesellschaft.“ Viel Lob für die Vereinbarung „nach ungefähr zweijährigen Verhandlungen“ gab es auch von Museumsdirektor Gerhard Finckh, der sich als „Nutznießer“ des Vertrags sieht.

Wo das Museum langfristig untergebracht sein wird — möglicherweise am Standort Schauspielhaus — darüber werde derzeit noch verhandelt, so Slawig. Ergebnisse würden voraussichtlich nach den Osterferien erwartet.

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