Gut für Wuppertal: Mehr als nur ein warmes Essen

Gut für Wuppertal : Mehr als nur ein warmes Essen

Bei der Elberfelder Kinderma(h)lzeit werden  Teilnehmer betreut und gefördert.

Ein warmes und kostenloses Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben und einen geschützten Treff- und Anlaufpunkt – das alles finden Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren in den Räumen des Wuppertaler Kinderschutzbundes, direkt am Schwebebahnhof Döppersberg an der Schloßbleiche. Dort hat der Kinderschutzbund die „Elberfelder Kinderma(hl)zeit“ eingerichtet, das Projekt gibt es mittlerweile im zehnten Jahr. Auf der Plattform „Gut für Wuppertal“ sammeln die Initiatoren Spenden.

„Wir möchten dazu beitragen, die Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen abzudecken“, heißt es auf der Homepage des Kinderschutzbundes. „Dazu gehört nach unserem Verständnis nicht nur den Magen zu füllen, sondern auch die Seele durch Wertschätzung, Nähe und Zuwendung von Herzen.“

Deshalb versuchen die angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kinderschutzbundes, sich Zeit für die jungen Besucher zu nehmen und ein immer offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Kinder zu haben. „Das sind oft Mädchen und Jungen aus sozial schwächeren Familien“, sagt Kerstin Holzmann vom Kinderschutzbund. „Familien, die sich den offenen Ganztag nicht leisten können.“ Es sind nicht nur Familien aus der Elberfelder Nachbarschaft, die das Angebot rege annehmen. Zwischen drei und 20 Mädchen und Jungen kommen täglich, sagt Kerstin Holzmann.

Diesen Kindern möchte das Team des Vereins einen Bezugspunkt und feste Bezugspersonen bieten. „Wir möchten ihnen aber auch dabei helfen, unabhängiger zu werden“, erklärt Holzmann weiter. Gelingen soll das etwa mit Kreativangeboten, die das Selbstbewusstsein steigern, oder auch mit Kochunterricht.

85 Prozent der Kosten
trägt der Kinderschutzbund

Aktuell sammeln die Aktiven des Kinderschutzbundes Spenden für ein besonderes Projekt. Das Team möchte den Kindern einen Einblick in die Welt der Künste ermöglichen. Genau genommen soll das Ganze mehr werden als ein Einblick, denn die Mädchen und Jungen sollen selbst aktiv werden. Angedacht ist unter anderem, selbst Kunstwerke zu erstellen, die eigene Stadt mal durch ein Kameraobjektiv zu entdecken oder das Trommeln zu lernen. Dafür sucht der Kinderschutzbund Künstler, die kleinere Workshops an Nachmittagen anbieten.

Die Kinderma(h)lzeit wird zu 15 Prozent von der Stadt bezuschusst, 85 Prozent trägt der Kinderschutzbund.

Geöffnet ist die Elberfelder Kinderma(h)lzeit immer montags bis freitags in der Zeit von 12 bis 16 Uhr. Mädchen und Jungen, die einfach mal hineinschnuppern möchten, können dies ohne Anmeldung tun. Weitere Informationen gibt es auch im Internet.

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