Mehr als 1000 Barmer folgen Sankt Martin

Mehr als 1000 Barmer folgen Sankt Martin

Der Zug der ISG Barmen-Werth hatte am Freitag viele zufriedene Teilnehmer.

Barmen. „Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“: Zum Klang des bekannten Stücks leuchteten auf dem Werth am Freitag nicht nur unzählige Lichter in Kinderlaternen, sondern auch die Augen vieler Erwachsener. „Das ist eine absolute Kindheitserinnerung“, sagte Martinszug-Teilnehmerin Liliana Panzo — stellvertretend für wohl die meisten anwesenden Mütter und Väter im Barmer Zentrum.

Ganze Familien, Nachbarschaften und Freundeskreise waren der Einladung der Immobilien-Standort-Gemeinschaft Barmen-Werth (ISG) gefolgt und hatten sich gegen 17 Uhr am Alten Markt versammelt, um Sankt Martin auf seinem Pferd zu folgen.

Foto: Anna Schwartz

So auch Ina und Heike Rudowski vom Rott, die „bestimmt schon seit drei Jahren“ dabei sind, wie sie berichten. Begleitet wurden die beiden von einem Dutzend Kinder nebst schönster Laternen mit Batteriebeleuchtung. „Ja, das war früher anders“, lachte Heike Rudowski bei der Erinnerung an früher, als die oft selbstgebastelten Laternen noch mit einer Kerze bestückt wurden. Und leider gelegentlich auch Feuer fingen.

Darum brauchte man sich gestern kaum Sorgen zu machen: Das einzige größere Feuer loderte auf dem Johannes-Rau-Platz, denn auf der Rathaustreppe fand zum krönenden Abschluss des Martinszuges die Mantelteilung statt. Zuvor aber zogen mehr als 1000 Menschen — gezählt von der ISG — über den Werth in Richtung Kugelbrunnen.

Sankt Martin, behelmt und hoch zu Ross, war gestern in Barmen eine „Martina“: Christiane Espey führte den Zug an, und ihr wirklich geduldiges Pferd Luna begeisterte auch viele Passanten im Barmer Zentrum: Sie ließen sich von der freundlichen und friedlichen Stimmung anstecken. Über die Höhne und den Geschwister-Scholl-Platz ging es in Richtung Barmer Rathaus. Auf der Rathaustreppe sang der St. Antonius-Kinderchor, Bürgermeisterin Bettina Brücher und Msgr. Michael Haupt von St. Antonius sprachen zu der Menge.

Während viele noch andächtig lauschten und auf dem Rathaus-Vorplatz die berühmte Mantelteilung verfolgten, zog es andere Kinder mit ihren Laternen schon weiter in die Läden auf dem Werth: Wer dort mehr oder weniger textsicher ein kleines Laternen-Lied anstimmte, wurden von den Geschäftsleuten mit Süßigkeiten versorgt.

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