Markus Roeser hat Wuppertal-Vohwinkel viele Impulse gegeben

Vohwinkel : Viele Impulse für den Stadtteil

Projekt zur altengerechten Quartiersentwicklung Höhe endet. Markus Roeser geht.

Er wird Vohwinkel in guter Erinnerung behalten. Markus Roeser schließt zum Jahresende seine Arbeit als Quartiersentwickler im Bereich Höhe ab und widmet sich neuen Aufgaben. Während der letzten drei Jahre konnte er viele Impulse für den Norden des Stadtteils geben. Im Rahmen des Projekts zur altengerechten Quartiersentwicklung hat er zusammen mit den Menschen vor Ort Konzepte für die Handlungsfelder Wohnen, Mobilität, Versorgung, Beteiligung und Gemeinschaft erarbeitet. Die Finanzierung in Höhe von 50 000 Euro übernahmen Stadt und Land, angegliedert war das bald auslaufende Projekt an die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Mittlerweile finden regelmäßig Ideenschmieden, Nachbarschaftstreffen und Workshops statt. Sie sollen nach Möglichkeit weitergeführt werden.

Wenige Mittel,
trotzdem viel bewegt

„Es wäre schön, wenn es dazu eine langfristige Perspektive geben könnte“, sagt Markus Roeser. Er zieht ein positives Fazit seiner Arbeit. „Ich habe viel mitgenommen und einiges über die Strukturen eines Stadtteils und die unterschiedlichen Interessen der Menschen dort gelernt“, so der Quartiersentwickler. Dieser neue Blickwinkel sei sehr bereichernd gewesen. Insgesamt habe er sich bemüht, bei Problemen schnelle und unbürokratische Hilfestellungen zu geben. „Unsere Möglichkeiten waren natürlich begrenzt, da keine großen Investitionsmittel zur Verfügung standen“, so Roeser. Gleichwohl sei im kleineren Rahmen mit Hilfe von Stadt, WSW und den zuständigen Gremien einiges möglich gewesen.

Über die Ergebnisse informiert der Abschlussbericht des Projekts, der gerade in der Vohwinkeler Bezirksvertretung und im Sozialausschuss vorgestellt wurde. Im Bereich Mobilität konnten etwa die WSW-Haltestellen im Quartier flächendeckend mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden. „Für Senioren ist das eine wichtige Erleichterung“, sagt Markus Roeser. Weitere Bänke wurden im Bereich Ehrenhain und im Waldgebiet an der Roßkamper Höhe aufgestellt. „Viele Rückmeldungen von Quartiersbewohnern zeigen, dass ehemals beliebte Spazierwege wieder gerne genutzt werden, seit es eine Rastmöglichkeit ‚auf halber Strecke‘ gibt“, erläutert Roeser.

Ein Wunsch von älteren Menschen mit Rollatoren war laut Bericht eine Bordsteinabsenkung im Kreuzungsbereich Dasnöckel. Die Maßnahme wurde von der Bezirksvertretung bereits beschlossen, eine Umsetzung ist für das kommende Jahr geplant.

Ein weiterer wichtiger Themenschwerpunkt war der Bereich Wohnen. Im Bereich Höhe berichten viele Mieter von Mängeln wie fehlenden Heizungen, Schimmel und wochenlang ausfallenden Fahrstühlen. „Im Rahmen der Quartiersentwicklung konnten betroffene Mieter an Beratungsstellen wie den Mieterbund, die Verbraucherzentrale oder an die städtische Wohnungsaufsicht weitergeleitet werden“, heißt es im Abschlussbericht. Um möglichst viele Bewohner zu erreichen, fanden zwei Mieterversammlungen gemeinsam mit dem Mieterbund und der Stadt statt. Das führte in den vergangenen Wochen schließlich zur Gründung einer eigenständigen Mieterinitiative. „Wir freuen uns, dass wir diese Entwicklung unterstützen konnten“, sagt Markus Roeser.

Ähnliches gilt für die Bemühungen um ein Reparaturcafé im Quartier. In der ehemaligen Grundschule Elfenhang gibt es passende Räume. „Es haben sich bereits interessierte und technisch versierte Quartiersbewohner für dieses Vorhaben gefunden“, so Roeser. Für seine Bemühungen gab es in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung ein ausdrückliches Lob. „Wir bedanken uns für das Engagement und sind optimistisch, dass die Arbeit an der Höhe weitergeführt wird“, sagt Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann (SPD).