Marie und Noah waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Namen im Tal

Marie und Noah waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Namen im Tal

Bundesweit stehen die beiden Wuppertaler Favoriten erst auf dem siebten Platz. Bei über 3000 Geburten in der Stadt gab es eine breite Streuung.

Wuppertal. Traditionell und sogar biblisch, aber dabei kurz — das scheint der Trend bei den aktuellen Kindernamen zu sein. In Wuppertal machten 2016 Marie und Noah das Rennen. Diese beiden Namen wurden von Eltern am häufigsten für ihre Sprösslinge gewählt: 49 kleine Neu-Wuppertalerinnen wurden im vergangenen Jahr Marie genannt, 25 Jungen erhielten den Namen Noah.

Bei den Mädchen folgen auf Marie die Namen Sophie (47 mal), Maria (39 mal), Emilia (31 mal) und Mila (26 mal).

Bei den Jungen sind nach Noah die Namen Leon (24), Elias (23), Maximilian (22), Paul (22) und Felix (21) sehr beliebt. Die am häufigsten gewählten fremdsprachigen Namen waren Elif bei den Mädchen und Ali bei den Jungen.

Dabei liegt die Streuung der Namen sehr weit. „Wir hatten über 3000 Geburten im vergangenen Jahr“, erklärt Gabriele Müller vom Standesamt. „Die 3000er-Marke haben wir schon seit ein paar Jahren nicht mehr geknackt.“ Angesichts dieser Gesamtzahl seien 49 oder 25 gleichen Namen keine großen Zahlen. „Die Namen sind einfach unglaublich vielfältig.“

Viel Bewegung ist bei den Namensvorlieben nicht: Bei den Mädchen haben Marie und Sophie nur ihre Plätze getauscht. Der Spitzenreiter von 2016 bei den Jungen stand im Jahr davor auf Platz fünf, der Favorit von 2015 landete 2016 auf Platz drei. „Das wechselt sich immer ab“, weiß Gabriele Müller.

Wuppertaler Eltern entscheiden auch sehr ähnlich wie die Gesamtheit der aller Eltern in Deutschland. Einige Abweichungen gibt es aber schon: Beide Wuppertaler Favoriten stehen bundesweit jeweils auf Platz sieben.

Beliebter als anderswo ist hier die Sophie. Dieser Name steht im bundesweiten Ranking erst auf Platz 18. Dafür hat es der bundesweit beliebteste Mädchenname Mia in Wuppertal nicht unter die ersten zehn geschafft. Bei den Jungen ist bundesweit Ben am häufigsten vergeben worden, in Wuppertal landete er „nur“ auf Platz neun. Dafür mögen in Wuppertal viele den Namen Alexander, was ihn 2016 auf Platz sieben brachte. Bundesweit erreicht der Name nur Platz 26.

Die meisten Kinder (rund 1800) erhielten nur einen Vornamen, etwas über 1000 bekamen zwei. 87 Kinder werden drei Namen im Pass stehen haben, nur einige wenige noch mehr.

Ob mit allen Verwandten und Freunden diskutiert oder nur unter den Eltern entschieden — amtlich wird der Name erst auf dem Standesamt. Eine Frist gibt es dafür nicht. Die Krankenhäuser müssen dem Amt nur innerhalb einer Woche grundsätzliche die Geburt des Kindes anzeigen. Den Namen können die Eltern später angeben.

Dabei bietet die Stadt jungen Eltern einen bequemen Service an: Sie können noch im Krankenhaus alle Unterlagen abgeben, so dass diese von einem Boten zum Standesamt gebracht werden. Sind alle nötigen Dokumente dabei, kann schon am nächsten Tag die Geburtsurkunde ins Krankenhaus gebracht werden.