Mammutmarsch NRW: 2. Auflage mit Start und Ziel Nordbahntrasse

Mammutmarsch NRW : 100 Kilometer zu Fuß als Massenvergnügen

An der zweiten Auflage des Mammutmarschs NRW nahmen 1700 Hobbysportler aus ganz Deutschland teil. Nicht alle erreichten das Ziel an der Wuppertaler Nordbahntrasse.

Dass die Wuppertaler ihre Nordbahntrasse eifrig nutzen, ist fast ein alter Hut. Ganz zur Freude der Wuppertalbewegung als Initiator wird sie immer mehr zum Veranstaltungsort. Nach dem 100-Kilometer-Lauf Whew etabliert sich dort jetzt ein weiteres Ultra-Event für Hobby- und Freizeitsportler. Der zweite sogenannte Mammutmarsch NRW über 100 Kilometer mit Start und Ziel am Bahnhof Wichlinghausen lockte am Wochenende 1700 Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Wuppertal.

358 erreichten das Ziel. Der erste nach knapp 14 der letzte nach gut 27 Stunden. Auf die Zeit kam es nicht an, sondern nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ auf das Erlebnis. Dies hatten auch diejenigen, die unterwegs aussteigen mussten – sei es wegen Blasen, Muskelschmerzen oder vor Erschöpfung – wie die begeisterten Zuschriften im Internetforum zeigten. Hervorgehoben wurde die tolle Stimmung. Fast jeder ging an seine Grenzen. Die Route, die über Asphalt-, Schotter-, Feld- und Waldwege über Gevelsberg und den Harkortsee am nördlichen Ruhrufer nach Hattingen und durch das Deilbachtal zurück zur Nordbahntrasse führte, konnten die Teilnehmer auf einer App nachvollziehen. Es gab vier von Vereinen unterhaltene Versorgungsstationen und einen Bus-Abholservice, wenn es „Aussteiger“ nicht bis zur nächsten S-Bahnstation schafften oder keinen privaten Abholer fanden.

„Ich finde es sensationell, dass sich die Teilnehmerzahl gegenüber der Premiere vor einem Jahr verdoppelt hat“, sagte Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung und hofft, dass der Marsch zur jährlichen Dauereinrichtung wird. Auch aufgrund der Resonanz entschieden die Veranstalter bereits, dass es im kommenden Jahr am 14. September eine Neuauflage geben wird. „Hauptargument ist die Nordbahntrasse. Sie ist ideal dafür, in dieser Masse erstmal ohne Straßenüberquerungen aus der Stadt herauszukommen, bis sich das Feld auseinander zieht. Außerdem haben wir beste Kontakte zu Vereinen, die an der Strecke als Helfer fungieren“, erklärt Jannis Carmesin, einer der fünf Organisatoren der Mammutmärsche, die sich mit drei Events jährlich in Berlin, München und eben NRW als Marke etabliert haben. Damit kehrt der Mammutmarsch an seine Geburtsstätte zurück, denn die Idee dazu war dem Breckerfelder Bastian Kröhnert vor Jahren bei einer Wanderung in der Region gekommen. Später als Student in Berlin veranstaltete er dann dort die ersten Mammutmärsche.