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Lückenschluss für die Nordbahntrasse

Infrastruktur : Lückenschluss für die Nordbahntrasse

Geschützter Zweirichtungsradweg im Bereich der Straßen Am Diek und Vor der Beule ist geplant.

Die Nordbahntrasse soll an ihrem Teilstück in Oberbarmen im Bereich der Straßen Am Diek und Vor der Beule vernünftig geschlossen werden. Im nächsten Verkehrsausschuss soll darüber die Entscheidung fallen. Von den diskutierten Varianten wird vom Straßen- und Verkehrsressort der Stadt ein baulich geschützter Zweirichtungsradweg vorgeschlagen.  „Hierbei müssen jedoch aufgrund einer notwendigen Einrichtung eines Einbahnstraßenringes großräumige Änderungen der Verkehrsströme betrachtet werden“, heißt es in dem Anlagenschreiben. Es werde auch eine Bürgerbeteiligung angestrebt, so Bearbeiter Dirk Lange vom Ressort 104. Die Planungsleistung erfolge intern, für eine verkehrstechnische Untersuchung werden finanzielle Mittel im Haushalt 2022/23 angemeldet. Eine Kostenschätzung für das Bauvorhaben liegt aufgrund des frühen Planungsstadiums noch nicht vor.

„Der Nordbahntrassen-Abschnitt zwischen der Straße Am Diek und der Rampe Vor der Beule ist das Trassen-Nadelöhr schlechthin“, sagt Christoph Grothe von der   Fahrradstadt Wuppertal. Radfahrer könnten dort nur einen freigegebenen Fußweg nutzen oder auf der Fahrbahn fahren. Aufgrund der hohen Nutzungsfrequenz der Nordbahntrasse käme es auf diesem Weg schon in Nebenzeiten zu Kapazitätsengpässen, verdeutlicht der Fahrradaktivist. Der Weg sei somit für Radfahrer und Fußgänger eine Zumutung. „Seit der offiziellen Freigabe der Trasse hören wir immer wieder Beschwerden über dieses Teilstück, gerade auch von Menschen, die Wuppertal besuchen, um über die Nordbahntrasse zu fahren oder von Radfahrenden, die diese Strecke täglich nutzen.“

Durch Bebauung scheidet eine wertvolle Option aus

Die beste Option für das Teilstück wäre laut Grothe gewesen, wenn die ursprüngliche Trassierung beibehalten worden wäre. Hätte, hätte, Fahrradkette: Durch  Verkauf und Bebauung der Flächen scheidet diese Option aus, weiß er. „Im Mai 2016 haben wir deshalb einen alternativen Plan in die Diskussion eingebracht, der aus unserer Sicht die optimale Lösung für alle Beteiligten ist: Die Idee ist, eine ‚Protected Bike Lane‘ zu errichten und dem Radverkehr eine eigene Verkehrsfläche zu geben.“ Dieser Idee wird allem Anschein nach von der Stadt nun Vorfahrt gewährt. Der geschützte Fahrradstreifen würde, davon ist Grothe überzeugt, dem Stadtteil und der Nordbahntrasse mehr Sicherheit und einen menschenfreundlichen Straßenraum bringen.

Seine Vision konnte er gemeinsam mit einem Team von Fahrradexperten schon im Rathaus vorstellen. „Dass sich die Verwaltung nun unserem Entwurf anschließt, freut uns sehr und wir hoffen auf eine schnelle Zustimmung in den Gremien und eine schnelle  Umsetzung der Maßnahme“, so Grothe.