Wupper: „Lucky Lachs“ darf im März endlich schwimmen

Wupper : „Lucky Lachs“ darf im März endlich schwimmen

Unwetter Ende Mai verhinderte bislang eine Verankerung der Skulptur im Wuppergrund.

Dass die Wupper jahrhundertelang nicht mehr als ein „Abwasserkanal“ war, ist heute schwer vorstellbar. Tummeln sich doch nach Angaben des Vereins „Neue Ufer Wuppertal“ mittlerweile wieder etwa 30 verschiedene Fischarten wie Äsche, Barbe oder Lachs in der Wupper. Sogar einen Lachs ganz aus Stein hatte man schon im Mai am Fluss gesehen.

Und Ende Mai hätte diese von der Wuppertaler Steinbildhauerin Christiane Püttmann gestaltete und vom Wupperverband gestiftete Lachs-Skulptur bereits in die Wupper im Bereich Rosenau als Störstein ins Wasser gelassen werden sollen.

Auf den Namen „Lucky Lachs“ konnte der Steinfisch noch getauft werden, aber das Unwetter Ende Mai verhinderte dann seine Verankerung in der Wupper. Denn der Wupperverband musste danach zuerst die Unwetterschäden beheben und muss jetzt noch die Laichzeit der Lachse und Meeresforellen in der Wupper abwarten.

Nach Ende der Fisch-Schonzeiten im März 2019 kann die Verankerung der Skulptur in der Wupper aber laut Wupperverband-Sprecherin Susanne Fischer erfolgen. Und zwar im bereits renaturierten Wupperabschnitt Rosenau. „Wir setzen ihn mittig ein und so, dass die Skulptur bei durchschnittlicher Wasserführung der Wupper noch zu sehen ist“, sagt Sprecherin Fischer. „Aber die Verankerung in der Wupper wird noch spannend, das ist auch für uns Neuland“, sagt Fischer.

Die nächste Skulptur
soll ein Biber aus Stein werden

Denn mit der Einsetzung eines solchen Steinkunstwerks, habe niemand Erfahrung. „Die Kollegen überlegen gerade, ob sie das mit unseren Baggern dann schaffen oder ob man vielleicht einen entsprechenden Kran braucht“, sagt Fischer. Der etwaige Kran müsste dann aber für ein hohes Gewicht ausgelegt sein. Im Herbst hatte der Wupperverband zunächst eine massive Unterplatte unter der eigentlichen Lachs-Skulptur befestigt. Das erhöhte zwar das Gesamtgewicht auf fast drei Tonnen, sorgt aber auch dafür, dass der Stein bei Unwetterereignissen sicher grundiert ist. „Aber das ist keine Reaktion auf das Unwetter Ende Mai, das stand schon vorher fest“, sagt Fischer. „Es hat uns aber nur noch einmal in unserer Entscheidung bestärkt, dass wir eine Unterplatte brauchen.“ Einbetoniert wird das Ensemble in der Wupper jedoch nicht. Insgesamt resümiert Fischer: „Man stellt sich das immer so einfach vor, aber dann gibt es doch ein paar Herausforderungen, das lernen wir gerade“, sagt Fischer.

Von der Idee ist sie aber nach wie vor überzeugt. Positiv für den Ideengeber der Tier-Störsteine, den Verein „neue ufer wuppertal“. Und die erste Vorsitzende des Vereins, Dajana Meier, sagt: „Es gibt schon Sponsoren für die nächsten Skulpturen.“ Näheres will sie dazu aber nicht sagen. Was sie aber noch verrät: „Die nächste Skulptur wird ein Biber.“

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