Zu viele schwache Würfe

Der TV Beyeröhde leistet sich eine unnötige 26:27-Niederlage bei Sachsen Zwickau.

Wuppertal. Wenn man, wie der TV Beyeröhde, ein Auswärtsspiel knapp mit 26:27 (13:14) verliert, kann man darüber nachdenken, weshalb man nicht mindestens einen Punkt erreicht hat. Dass es beim BSV Sachsen Zwickau nach siebenstündiger Anreise nicht klappte, ist schnell ergründet: „Wir haben einfach zu viele Chancen freistehend vergeben. Ein Sieg wäre drin gewesen“, brachte es Trainerin Meike Neitsch auf den Punkt. .

Spielerisch konnte man durchaus mit den international besetzten Sächsinnen mithalten, doch vor dem Tor waren die Gastgeberinnen, die auch das Hinspiel in Wuppertal gewonnen hatten, effektiver. Und wenn man sieht, dass hinter den Namen der ansonsten sicheren Torkandidatinnen Marieke Köhler oder Michelle Stefes kein Treffer vermerkt ist, dann sagt das schon genug über die Nutzung der Möglichkeiten.

„Nicht nur Marieke Köhler hatte einen rabenschwarzen Tag“, sagte Meike Neitsch. Sie , hatte aber auch einen Seitenhieb für das laute Zwickauer Publikum parat. „Es gehört sich nicht, eine Spielerin beim Siebenmeter auszupfeifen“, meinte sie, wobei allerdings anzumerken wäre, dass von sechs für den TVB verhängten Strafwürfen fünf im Zwickauer Netz landeten.

Zunächst hatte es gut für den TV Beyeröhde begonnen, bei dem diesmal bis zur Schlussphase — da spielte dann Dana Centini - Jennifer Weste im Tor stand und eine gute Leistung gezeigt hatte. 6:3 waren die Gäste in Führung gegangen und anfangs ihrem fünften Tabellenplatz (jetzt ist es allerdings der siebte Rang) beim Tabellenzehnten gerecht geworden. Doch dann grassierte die Abschlussschwäche, die Zwickau einen Vorsprung bescherte, dem Beyeröhde ständig hinterher hechelte. Auch der Einsatz der lange verletzten Carolin Stallmann in den letzten Minuten änderte nichts mehr an der knappen Niederlage, wobei Meike Neitsch aber die Aktionen der Rekonvaleszentin Stallmann ausdrücklich lobte.

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