Ziel von Bezirksliga-Neuling Germania Wuppertal lautet Klassenerhalt

Fußball : Ziel bei Germania lautet Klassenerhalt

Die Vorbereitung beim Aufsteiger zur Fußball-Bezirksliga lief alles andere als optimal. Naturrasen als Ausweichplatz.

Eine im wahrsten Sinne des Wortes holprige Vorbereitung erlebt Fußball-Bezirksliga-Aufsteiger SSV Germania 1900. Wie schon im Vorjahr gibt es am Freudenberg bekanntlich große Probleme mit dem Kunstrasen. „Das Granulat, das auf dem Rasen eingesetzt wird, verklumpt bei Temperaturen über 20 Grad Celsius. Der Platz ist seit einigen Wochen unbespielbar und auch für das Training oder Freundschaftsspiele nicht nutzbar“, schildert Germanias sportlicher Leiter Dirk Müller. Das Schlimme sei, dass niemand wisse, wie lange dieser Zustand anhalten wird. „Es kann bis Oktober dauern, bis wir den Platz wieder voll nutzen können, denn damit das Granulat nicht mehr verklumpt, muss es viel regnen oder die Temperatur mehrere Tage unter 20 Grad sinken“, sagt Müller. Erst dann ist auch der vorgesehene Komplett-Austausch des Granulats gegen einer neue, bessere Mischung möglich.

Weiteres Problem: Der nun auch für die Meisterschaft als Ausweichplatz zugelassene Naturrasenplatz am Freudenberg ist ab dem 15. August für mindestens 14 Tage nicht nutzbar, weil die Laufbahn drumherum erneuert wird. Damit wird eine Absage des zweiten Heimspiels der Saison am 18. August gegen die Zweitvertretung der SSVg Velbert II wahrscheinlich.

Doch zurück zur Vorbereitung: Die Mannschaft trainiert bereits seit Anfang Juli. Gleich zum Auftakt konnte Trainer Damian Schary 23 der 28 Spieler begrüßen. Momentan sind viele Spieler im Urlaub, unter anderem Mersad Alijevic und Pascal Glittenberg, die beide in den Flitterwochen sind. „Zum ersten Saisonspiel gegen Ayyildiz Remscheid, einem der Favoriten auf den Aufstieg in die Landesliga, sind aber fast alle wieder an Bord“, sagt Müller. Anpfiff beim Spiel gegen Ayyildiz am Sonntag, 11. August, ist, wie bei allen Heimspielen des SSV Germania in der Saison 2019/20 bereits um 14 Uhr.

Wohl auch, weil so viele Spieler im Urlaub waren, ging jüngst das Freundschaftsspiel beim SV Jägerhaus-Linde nach 3:1-Halbzeitführung noch mit 3:6 verloren. Bei großer Hitze waren nur 13 Spieler im Kader, so dass die Mannschaft nach der Pause einbrach.

Stamm der Aufstiegsmannschaft wurde zusammengehalten

Einen großen Umbruch gibt es bei Germania nicht. Acht Abgängen stehen ebenso viele Neuzugänge gegenüber. Zu den Neuzugängen gehören einige in Wuppertal bekannte Spieler wie Mersad Alijevic (FSV Vohwinkel), Orlando Paulo (VfB Schwelm) und Franklin Poungoue-Tiako (ASV). Ebenfalls neu dabei sind Victor Raab (SV Gersweiler), Leon Wilke (TSV Rondorf) und mit Georgios Pagel, Julian Maaßen und Philipp Rautenberg drei Jugendspieler des SSV. „Der Stamm der Mannschaft ist im Prinzip geblieben, dazu konnten wir einige gute Spieler verpflichten. Dennoch haben wir nur ein Saisonziel - den Klassenerhalt. Wie schwer es als Aufsteiger ist, in der Bezirksliga zu bleiben, haben die vergangenen Jahre gezeigt“, sagt Müller.

Zu den bekannteren Abgängen gehören Sebastian Dose (Karriere beendet), Mirza Mujkanovic (Türkgücü Velbert) und Kevin Fischer (Ziel unbekannt).

Einen besseren Aufschluss über das Leistungsvermögen seiner Mannschaft erhofft sich Trainer Damian Schary am Samstag beim Germanen-Cup, einem Vorbereitungsturnier auf dem Freudenberg mit ASV Wuppertal, Britannia Solingen, Marathon Remscheid, Jägerhaus-Linde und Spfr. Linderhausen. Sollte der Kunstrasen nicht bespielbar sein, wird auf den Naturrasen ausgewichen.

(lars)
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