Hitzeschäden: Warum bei steigenden Temperaturen auch die Rutschgefahr für Fußballer steigt

Hitzeschäden : Warum bei steigenden Temperaturen auch die Rutschgefahr für Fußballer steigt

Wuppertal. Wie im Spielplan der Fußball-Landesliga vorgesehen, erwartet der Cronenberger SC am Mittwoch (Anstoß 20 Uhr) auf der Horst-Neuhoff-Sportanlage den ASV Süchteln zum ersten Heimspiel der Saison.

Bis zur vergangenen Woche war es allerdings fraglich, ob die Heimpremiere des CSC stattfinden würde. Der Kunstrasen war gesperrt, weil sich das Gummi-Granulat verklumpt hatte, das auf dem künstlichen Rasenteppich für die gewünschten Spielbedingungen sorgen soll. Vergleichbare Probleme gab es auf fünf weiteren Sportplätzen in Wuppertal, die inzwischen aber ebenfalls wieder freigegeben sind. Die Stadt hat die Schadensaufnahme noch nicht abgeschlossen, rechnet bei der Beseitigung der Probleme mit Kosten, die insgesamt in einem sechsstelligen Bereich liegen könnten.

„Wir haben am vergangenen Freitag erstmals wieder auf dem Platz trainieren können, weil es die Witterung zugelassen hat. Bei der Hitze hatte das Granulat an den Fußballschuhen geklebt und es bestand Rutschgefahr“, sagt Peter Radojewski, Trainer des Cronenberger SC. Mit den kühleren Temperaturen sind die Bedingungen nun wieder normal. „Das Spiel gegen Süchteln wird bei absolut regulären Bedingungen stattfinden“, sagt Peter Radojewski.

Sportamtsleiter Norbert Knutzen hat aber nicht nur die Probleme auf dem Sportplatz an der Hauptstraße ins Auge gefasst. Ähnlich gravierende Schäden gab es auf der Anlage des TSV Beyenburg auf der Albertshöhe, andere Plätze wie an der Widukindstraße, am Freudenberg, im Höfen und auf Lörherleben waren weniger stark betroffen.
„Es bestand die Gefahr, dass sich das Granulat mit den künstlichen Halmen verkleben könnte. Das wäre der schlimmste Fall, den wir vor einigen Jahren schon einmal beim Kunstrasen in Sudberg erlebt haben. Dann müsste nicht nur ein Teil des Granulats, sondern der gesamte Kunstrasen ausgetauscht werden. Das wollten wir durch die zeitweilige Sperrung unbedingt vermeiden“, sagt Knutzen. Die Analyse sei noch nicht abgeschlossen. „Daher steht noch nicht fest, wie wir das verklumpte Granulat gegen eine neue Auflage austauschen werden“, so Knutzen.

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