Fußball-Landesliga : FSV gelingt Befreiungsschlag gegen den VfB Solingen

Mit 4:2 (1:1) setzten sich die Vohwinkeler dank einer Steigerung nach der Pause durch. Trainer Thomas Richter ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und phasenweise sehr guten Fußball gezeigt.

Aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang gelang dem FSV Vohwinkel gegen den VfB Solingen mit 4:2 (1:1) der erhoffte Befreiungsschlag, der den Anschluss ans Mittelfeld bedeutet. Mit Pascal Peinecke im Tor und Daniel Kabbe auf der Sechserposition brachte Thomas Richter zwei Spieler, mit denen man nicht unbedingt rechnen durfte. Beide machten ihre Sache gut. In der ersten Halbzeit hätte alles anders kommen können, wenn die Solinger ihre Chancen genutzt hätten. Sie hatten in Cihan Demirtas, Giovanni Spinella sowie Vincenco Lorefice oder Goran Stojanovic zahlreiche Aktivposten, die jedoch im Abschluss überhastet agierten. In der 21. Minute war es dann aber doch Stojanovic, der in den Fünfmeterraum flankte, wo Peinecke danebengriff und Kilian Lammers vollstreckte. Doch die Füchse hatten eine schnelle Antwort parat: Martin Lyttek passte in die Schnittstelle, ehe Ahmed Al Khalil das Leder mit viel Übersicht ins lange Eck schlenzte (24.). Es war nicht alles Gold, was beim FSV in der ersten Halbzeit glänzte, aber der Mannschaft war anzumerken, dass sie die Trendwende schaffen wollten.

Die Solinger schlugen indes zu wenig Profit aus den Stellungsfehlern der Gastgeber und durften sich nach der Pause verwundert die Augen gerieben haben. „Da hat die Mannschaft gezeigt, dass noch Leben in ihr steckt und sich mit den Toren belohnt“, lobte FSV-Coach Richter. Nur mit vereinten Kräften konnten die Klingenstädter einen Kopfball von Herve Diankanu von der Linie kratzen (48.). In der Folge scheiterten Lyttek und Al Khalil, doch in der 56. Minute war es soweit: Lyttek schlenzte einen Freistoß aus 40 Metern in den Strafraum, wobei Moritz Winter wohl den Ball noch mit den Haarspitzen über Keeper Kölmel ins Netz lenkte.

Die nun wie befreit aufspielenden Hausherren schlossen einen mustergültig vorgetragenen Angriff über Robin Götze und Al Khalil durch Freddy Lühr mit dem 3:1 ab (67.). „Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel gesagt, wie zufrieden ich damit bin, wie sie die Tore herausgespielt haben“, freute sich Richter. Das 4:1 resultierte aus einem von Lühr verwandelten Strafstoß, nachdem Kabbe gefoult worden war. Neun Minuten vor dem Abpfiff schöpften die Solinger Hoffnung, nachdem Lammers auf 2:4 gestellt hatte, denn plötzlich schienen die Nerven bei den Füchsen zu flattern. Am Ergebnis änderte sich gleichwohl nichts mehr.

FSV: Karagiannis, Götze, Alijevic, Winter, Gomez Benavides, Lyttek, Lühr (73.Hackmann), Gülmez, Naoya, Adoma, C. Kostikidis.

Tore: 0:1 Lammers (21.), 1:1 Al Khalil (24.), 2:1 Winter (56.), 3:1 Lühr (67.), 4:1 Lühr (75.), 4:2 Lammers (81.).
Schiedsrichter: Florian Narkot.

Zuschauer: 100.

(ryz)
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