Cronenberger SC hält mit 6:2-Sieg Anschluss an die Landesliga-Spitze

Fußball : Der CSC ist wieder in der Spur

Fußball-Landesliga: Der Tabellen-Dritte siegt gegen Jüchen mit 6:2 und mischt weiter oben mit.

Der Cronenberger SC hat erfolgreich Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage genommen und den VFL Jüchen-Garzweiler am Gründonnerstag Abend auf heimischer Anlage mit 6:2 (3:1) besiegt. Durch den eminent wichtigen Erfolg wahrt die Mannschaft von Trainer Peter Radojewski ihre Chancen auf die Rückkehr in die Oberliga. Am kommenden Sonntag steht das absolute Spitzenspiel beim 1.FC Mönchengladbach an.

„Wir haben vor der Partie gesagt, dass wir in den letzten sechs Spielen eine Serie starten müssen. Der Anfang ist damit getan“, sagte Peter Radojewski nach Abpfiff der Partie gegen Jüchen. Nach zuletzt drei sieglosen Partien war der CSC zum Siegen verdammt, zumal der TVD Velbert und der 1.FC Mönchengladbach parallel Ihre Spiele ebenfalls siegreich gestalteten. Gut, dass die Cronenberger am Donnerstag kaum einmal einen Zweifel aufkommen ließen, wer den Horst-Neuhoff-Sportplatz als Sieger verlassen würde. Lediglich Mitte der ersten Halbzeit beim Stand von 1:1 taten sich die Gastgeber gegen den mutig auftretenden Abstiegskandidaten etwas schwer. Die Weichen auf Sieg wurden aber schon vor der Pause gestellt: Sercan Er (37.) besorgte das 2:1 und Ercan Aydogmus nur 60 Sekunden später das 3:1. Bei beiden Treffern half Jüchens Schlussmann Dominik Lingweiler kräftig mit.

Es war nicht der Abends des Gäste-Torhüters, der nach einer Viertelstunde erstmals hinter sich greifen musste, weil CSC-Mittelfeldakteur Marvin Mühlhause das tat, was er gerne des öfteren tut: Von der Mittellinie aus nahm der 27-jährige Maß und versenkte die Kugel zur 1:0-Führung. Ein toller Treffer - allein dieser war das Eintrittsgeld für die 150 Besucher an der Hauptstraße wert.

Jüchen kam aber im direkten Gegenzug zum Ausgleich. Im Anschluss stockte es im Spiel der Cronenberger, bis Sercan Er und Ercan Aydogmus mit ihrem Doppelschlag die Tür für den CSC öffneten. „Wir haben nach anfänglichen Schwierigkeiten reingefunden und wollten den Dreier unbedingt“, meinte Radojewski. Anders noch als im Heimspiel gegen Holzheim, als der CSC ein 3:1 verspielte, ließ man sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen und drängte nach dem Seitenwechsel gleich auf das 4:1. Kapitän Davide Leikauf besorgte das vom Punkt (52.), nachdem der Schiedsrichter auf Handelfmeter für den Tabellen-Dritten entschieden hatte.

Es wurde der Abend der Elfmeter auf dem Horst-Neuhoff-Sportplatz, denn die Gastgeber bekamen nur drei Minuten später erneut einen Strafstoß zugesprochen. Tarkan Türkmen verwandelte ebenso sicher wie Leikauf und ließ die letzten Jüchener Hoffnungen auf einen Punktgewinn im Keim ersticken. Jüchen betrieb noch etwas Ergebniskosmetik (61.), ehe Kabiru Mohammed, wiederum vom Punkt, den 6:2-Endstand markierte. Der CSC schraubte durch die drei zugesprochenen wie verwandelten Elfmeter am Torverhältnis, das in der Endabrechnung Anfang Juni noch eine gewichtige Rolle spielen könnte. Als die Partie längst abgepfiffen war, gab es zumindest noch aus Düsseldorf-Rath frohe Kunde für den CSC, denn mit dem SC Kapellen-Erft ließ zumindest der dritte Aufstiegskonkurrent im Bunde zwei Zähler liegen.
Nach den vielen Punktverlusten in den Wochen zuvor sind die Cronenberger beim Topspiel in Mönchengladbach dennoch zum Siegen verdammt, wie auch Radojewski weiß: „Wir bleiben nur im Rennen, wenn wir dort gewinnen.“ In Mönchengladbach könnte sich das personelle Lazarett der Cronenberger weiter lichten. Nachdem Winterzugang Dustin Kinkler nach langer Sperre und Verletzungspause gegen Jüchen endlich sein Debüt feierte, dürften kommenden Sonntag auch die derzeit noch verletzten Sufian Abou Laila, Timo Leber sowie Innenverteidiger Niklas Burghard ins Team zurückkehren.

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