Fußball-Kreisliga: Aufstiegskandidat SV Bayer muss mit einem Punkt zufrieden sein

Fußball-Kreisliga : Aufstiegskandidat SV Bayer muss mit einem Punkt zufrieden sein

In der Fußball-Kreisliga A gab es in der Lüntenbeck für den FSV ein Wiedersehen mit vielen früheren Spielern. Linde schlägt Sudberg 4:0, auch Grün-Weiß kommt gut aus den Startlöchern.

FSV Vohwinkel II - SV Bayer 1:1 (0:1). Kein Dreier zum Auftakt für Top-Favorit SV Bayer, der eine Menge Akteure mit im Gepäck hatte, deren sportliche Heimat in der Vergangenheit die Vohwinkeler Lüntenbeck war. Im ersten Durchgang brachte Niklas Nauß (22.) die Gäste in Führung, die in der Folge aber gute Chancen liegen ließen. „Da hätten wir vielleicht höher zurückliegen können. Nach der Pause haben wir dann umgestellt und Moral bewiesen", sagte Füchse-Trainer Markus Schönfeld, der auf Daniel Dittrich an der Seitenlinie noch verzichten musste. Der FSV steigerte sich deutlich, spielte mutiger und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Viktor Baudenbacher (84.) und verdiente sich so das Remis. Das sah auch Bayer-Trainer Luciano Velardi so: „Der FSV hat gut dagegen gehalten. Wir hatten mehrere Möglichkeiten, das Spiel früher für uns zu entscheiden."

Grün-Weiß - TSV Ronsdorf II 3:0 (1:0) „Wir sind sehr zufrieden, auch wenn das 3:0 vielleicht etwas hoch ist", meinte GW-Trainer Clark Schworm nach dem erfolgreichen Auftakt in die Saison. Nach starker Anfangsphase der Gastgeber verlief die Partie weitgehend ausgeglichen, ehe Maruan Karim (30.) nach einer Standardsituation Grün-Weiß in Front brachte, während die Zebras einige Chancen liegen ließen. „Zu dem Zeitpunkt war das unglücklich, weil es ein Spiel auf Augenhöhe war", meinte TSV-Trainer Daniel Meike. Karim sah später (70.) die Ampelkarte. „Da mussten wir dann nochmal beißen, haben das aber prima gemacht", lobte Schworm seine Mannschaft. Nach einem Konter erzielte Liwaa Mohammed das 2:0 (78.), ehe Jean Baumgarten (89.) den Endstand besorgte. Daniel Meike zog mit Blick auf das vorhandene Personal sein Fazit: „Ich kann den Jungs nur bedingt einen Vorwurf machen. Das war hier ein zusammengewürfelter Haufen mit zwei Altherren-Spielern und einem Jugendtrainer. Wir müssen uns erst einmal durchwurschteln."

SSV Sudberg - SV Jägerhaus-Linde 0:4 (0:0). Im kleinen Südhöhen-Derby in der Heinz-Schwaffertz-Arena setzte sich das neu formierte Linde mit seinem Trainer Richard Wehr nach starker zweiter Halbzeit verdient durch. „Es hat rund 30 Minuten gebraucht, bis wir angekommen sind. Ab dann hatten wir alles im Griff, der Sieg geht völlig in Ordnung", analysierte Wehr. Der sah, wie Tobias Schnäbeli, Marius Schubert, Matthias Gilsbach und sein Bruder Tobias Gilsbach die Gäste-Tore erzielten. Das Brüderpaar wurde wie einige andere Akteure aus der erfolgreichen zweiten Mannschaft hochgezogen. Während Linde damit den perfekten Saisonstart erwischte, meinte der neue SSV-Trainer Daniel Reuter: „Es war eine gute erste Hälfte von uns. Danach war Linde besser und cleverer und hat deshalb verdient gewonnen."

TSV Union - SC Sonnborn 1:4 (1:1). „Es war das erwartet schwere Spiel, wir sind froh, die drei Punkte geholt zu haben", meinte Sonnborns Trainerteam Stroms/Schulz nach Abpfiff. Der Bezirksliga-Absteiger hatte zu Beginn gerade mit den langen Bällen der Gastgeber seine Probleme. Ganz früh (2.) brachte Serafin Rossa Union in Führung, Kai Kleinschmidt egalisierte diese schnell (9.) In einer fußballerisch mäßigen Partie bekamen die Gäste nach rund einer Stunde die zweite Luft und erzielten durch Kevin Lange (74.), Sopita da Sila (77.) und Isaak N'senga (85.) die weiteren Tore. Union-Trainer Robert Lange war bei seiner Premiere dennoch nicht unzufrieden. „Drei Tore nach Standardsituationen haben die Partie entschieden. Wir können an diese Leistung anknüpfen." Wermutstropfen für die Gastgeber war die rote Karte für Kapitän Darius D'angelo, die zumindest strittig war. „Er hat seinen Gegenspieler nicht berührt, der Schiedsrichter sagte, dass allein der Versuch schon strafbar wäre", so Lange.

TVD Velbert II - Hellas Wuppertal 6:2 (1:0). Den Saisonauftakt hatte sich Hellas Wuppertal sicher anders vorgestellt. „Wir hatten nach dem 2:4 aufgrund der vielen Urlauber nicht mehr die Kraft, noch einmal zurückzukommen, werden aber unsere Lehren aus dem Spiel ziehen", meinte der erste Vorsitzende Georgios Avramidis. Nach 0:1-Pausenrückstand kam Hellas gut aus der Kabine und erzielte durch Nikolaos Lainas den Ausgleich. Zwei individuelle Hellas-Fehler brachten den TVD dann auf die Siegerstraße, auch wenn Nikolaos Athanassiou noch einmal verkürzen konnte. In den letzten zehn Minuten erzielte der TVD dann noch drei Tore.

SV Heckinghausen - BV 1885 Azadi 1:1 (0:1). Ein Remis an der Widukinstraße, das für das neue SVH-Trainerteam Wischnewsky/Amouchi aufgrund der zweiten Hälfte fast zu wenig war. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, haben anschließend aber ein ganz anderes Gesicht gezeigt." Der SVH verbuchte dicke Möglichkeiten auf den Siegtreffer, den unter anderem Latte und Pfosten verhinderten. So reichte der Treffer von Fatos Jefkay (73.) zumindest zu einem Punkt. Auf Azadi-Seite konnte man mit der Punkteteilung leben, die Führung zur Pause durch Baris Kutluktemur (41.) war verdient. „Heckinghausen war in der zweiten Halbzeit stark, die ersten 60 Minuten haben wir sehr gut gespielt", sagte Präsident Gökhan Güner.

Rot-Weiß Wülfrath - TSV Beyenburg 0:3 (0:1). Einen Start nach Maß hat der TSV Beyenburg mit seinem neuen Trainer Sven Fischer erwischt. Der war nach Abpfiff hochzufrieden. „Kompliment an die Mannschaft für die Umsetzung der Trainingseinheiten aus der Vorbereitung." Ein wesentlicher Faktor für drei Beyenburger Punkte war zudem Torhüter Marvin Hinze, der gleich zwei Elfmeter überragend hielt. Marc Schmidt besorgte auf Vorlage von Niklas Huth die Führung (39.) für die Gäste. Die kamen gestärkt aus der Kabine und erhöhten durch Niklas Huth auf 2:0 (60.), ehe Jannis Hinze vom Punkt die Entscheidung markierte (70.)

(mkp)
Mehr von Westdeutsche Zeitung