2:3 gegen Verfolger TVD Verlbert und zwei Platzverweise

Fußball-Landesliga : CSC verliert das Spitzenspiel

Landesliga-Primus verliert gegen den TVD Velbert verdient mit 2:3. Der ist jetzt gleichauf.

Von Marc Posthaus

Herber Dämpfer für den Cronenberger SC im Aufstiegskampf der Fußball-Landesliga. Der Tabellenführer unterlag am Sonntag im Spitzenspiel dem Tabellenzweiten TVD Velbert an der Hauptstraße mit 2:3 (0:1). Genau wie der gegen Vohwinkel siegreiche 1. FC Mönchengladbach kommen die Velberter nun auf 43 Zähler und komplettieren damit das punktgleiche Trio an der Tabellenspitze.

Die Enttäuschung war beim CSC nach der verdienten Niederlage riesengroß. Einerseits aufgrund der über weite Strecken schwachen Leistung, andererseits wegen der Roten Karte für Sercan Er nach zumindest diskutabler Tätlichkeit. Der Kapitän dürfte seiner Mannschaft damit einige Wochen fehlen und vergrößert die personellen Sorgen von Trainer Peter Radojewski.

CSC kann sich kaum Torchancen erspielen, Velbert ist gefährlicher

Der musste vor 250 erwartungsfrohen Zuschauern, die trotz des schlechten Wetters an die Hauptstraße gekommen waren,  sowieso schon verletzungsbedingt auf einige Akteure verzichten. Die, die es dafür richten sollten, hatten jedoch keine gute Tagesform erwischt. Gegen einen starken Velberter Gast ließen die Cronenberger im ersten Durchgang fast alles Elementare vermissen. Insbesondere Torgefahr wollte nicht aufkommen, Torjäger Ercan Aydogmus hing völlig in der Luft. Der TVD hingegen erspielte sich in der gesamten ersten Hälfte mehrere gute Möglichkeiten. So war die Führung durch Spielgestalter Jeffrey Tumanan kurz vor der Pause (44.) folgerichtig. Tumanan war zuvor schon aus aussichtsreicher Position (27.) gescheitert, und auch seine Teamkollegen Giuseppe Raudino (15.) und Erhan Zent (31.) hatten das fällige 1:0 noch verpasst.

Die Gastgeber wirkten irgendwie gehemmt, einzig der Distanzversuch von Dominik Heinen (18.) sorgte für etwas Gefahr. „Das, was wir im Hinspiel falsch gemacht haben, haben wir heute wiederholt. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht und zu wenig Körpersprache gezeigt“, monierte Trainer Peter Radojewski. Fast alles, was den Tabellenführer in der Hinserie so stark gemacht hat, fehlte im Spitzenspiel - vor allem die Passquote sorgte bei Radojewski für Kopfschütteln.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs (47.) rettete Torhüter Damir Ivosevic überragend gegen Giuseppe Raudino und verhinderte die frühe Vorentscheidung. Ein Wachmacher für den CSC, der jetzt offensiv gefährlicher wurde. Ausgerechnet Dominik Heinen, beim 0:1 noch der Pechvogel, versenkte die Kugel nach erstmals schön vorgetragenem Angriff trocken zum 1:1 (59.). Vom Ausgleich ließen sich die Velberter jedoch nicht schocken, drängten auf die erneute Führung. Weil die Gastgeber sich aber im Vergleich zum ersten Durchgang verbessert zeigten, entwickelte sich kurzzeitig eine Partie auf des Messers Schneide. Die kippte wieder in Richtung TVD, als der nach scharfer Hereingabe von Tumanan erneut in Front ging (73.)

Davon erholte sich der CSC nicht mehr, auch wenn er alles in die Waagschale warf. Spätestens nach dem Platzverweis für Sercan Er (82.) war die Partie entschieden.  Der eingewechselte Lutz Radojewski markierte vom Elfmeterpunkt das Velberter 3:1 (87.) Der schöne Lupfer vom auf CSC-Seite eingewechselten Timo Leber (89.) sorgte zwar kurzzeitig noch einmal für etwas Hoffnung bei den Hausherren, doch die   Gäste brachten den Sieg gegen nur noch neun Cronenberger (Gelb-Rot für Pierre Boudeing kurz vor Schluss)  über die Zeit.