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Wuppertaler Tennisjugend kämpft in der Hitze

Tennis : Tennisjugend kämpft in der Hitze

Stadtmeisterschaften bei Gold-Weiss Wuppertal laufen planmäßig. Die größte Konkurrenz gibt es in der Altersklasse M 16.

100 Jahre alt wird der Verein Gold-Weiss Wuppertal in diesem Jahr. Genau 100 Meldungen gibt es für die Tennis-Jugendstadtmeisterschaften, die der TC Gold-Weiss in dieser Woche auf seiner Anlage an der Hatzfelder Straße ausrichtet. „Wenn das kein gutes Zeichen ist“, freut sich Jugendleiterin Biggi von Hasselt, die als Turnierleiterin den Überblick über die Veranstaltung hat, die es zum 55. Mal gibt. Corona zum Trotz, denn eine Absage, wie sie der WTC Dönberg für die Seniorenstadtmeisterschaften vorgenommen hat, kam für die Barmer nicht infrage. „Wir haben in unserem Jubiläumsjahr schon auf so viel verzichten müssen, da bin ich superglücklich, dass unser Jugendausschuss das abgesegnet hat“, sagt der Gold-Weiss-Vorsitzende Bastian Cornelius. Er weiß, dass er sich auf sein Team verlassen kann. Die Meldezahl gibt den Verantwortlichen Recht.

Berücksichtig man, dass erstmals 18 Jugendliche aus den Tenniskreisen Remscheid und Solingen dabei sind, liegen die Veranstalter auf Vorjahresniveau, und das, obwohl diesmal keine Doppel gespielt werden. Eine bewusste Maßnahme vor dem Hintergrund des Coronaschutzes. „Vorher waren die Jugendlichen zum Teil den ganzen Tag auf der Anlage, weil sie nach dem Einzel vielleicht noch auf ihr Doppel gewartet haben. Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden“, so Biggi von Hasselt.

Hygienekonzept sieht
einen Entzerrung vor

Für eine weitere Entzerrung von Aktiven und Zuschauern (bis zu 150 sind zugelassen) wird nur auf vier der sechs Plätze der Anlage gespielt. Die in der Mitte bleiben frei, Laufwege sind zu beachten. Am Eingang muss sich jeder registrieren, wer möchte, bequem per Handy über einen QR-Code.

So ist es auch am Donnerstag Vormittag angenehm ruhig auf der Anlage, obwohl parallel vier Spiele stattfinden. Gerade hat Gold-Weiss Lokalmatador Jaßper Voss sein Drittrundenspiel gegen den Solinger Finn Cassens mit 6:1, 6:0 gewonnen und erfährt kurz darauf auch seinen Gegner im Halbfinale: David Caspers von Blau-Weiss Ronsdorf. Der hatte gegen WTCer Ben Flehing deutlich mehr zu kämpfen, musste nach 3:6 und 6:4 in den entscheidenden Tiebreak, den er mit 10:6 gewann. Bei der Hitze, die gegen Mittag bereits auf der sonnendurchfluteten Anlage herrscht, eine echte Willensleistung. Im zweiten Halbfinale der U16 stehen sich am Samstag Tim Stebel und Benedikt Klapp gegenüber, die Teamkollegen von Blau-Weiss Elberfeld sind. „Das ist immer schade, auf einen Trainingskollegen zu treffen“, sagt Benedikt Klapp, der im Vorjahr Vizemeister in der U16 und 2018 Stadtmeister in der U14 geworden war.

Mit stattlichen 25 Startern ist die Konkurrenz in der männlichen U 16 am größten. 14 waren es in der U18. Dort stehen sich in den Halbfinals Moritz Söhngen (BWE/Samstag) und Fionn Diedrichs (Blau-Weiss Ronsdorf) sowie Alexander Grobel (SV Bayer/Freitag) und Constantin Brunsmann (Grün-Weiss Elberfeld) gegenüber. Die Bayer-Asse Piet und Win Steveker hatten nicht gemeldet.

Bei den Mädchen war das Meldeergebnis geringer. Für die fünf Altersklassen von U 10 bis U 18 gibt es nur 24 Teilnehmerinnen. So werden die meisten Konkurrenzen über Kästchenspiele entschieden. Nur in der U12 und der U 14 kamen Hauptfelder zustande.

Hier standen sich in den Halbfinals, die schon am Donnerstag Nachmittag gespielt wurden, in der Altersklasse U14 Simay Bozat (SV Bayer) und Ella Grävinghoff (Gold-Weiss) sowie Antonia Fritsche (Grün-Weiss Elberfeld) und Amelie Scheffels (Nevigeser TC) gegenüber. Bei der U12 spielten Luise Seebohm (SV Bayer) gegen Isidora Knezevic (BW Ronsdorf) und Carlotta Rother (BW Wülfrath) gegen Esther Stankovic (SV Bayer).

Das tolle Wetter in dieser Woche hat dabei nur eine Schattenseite - die Hitze, die seit Donnerstag stetig zunahm. Deshalb sollen am Samstag, an dem vorwiegend die Partien um Platz drei ausgetragen werden, und am Finaltag Sonntag Spiele nur morgens und abends stattfinden. Bei Gold-Weiss will man beim „Jubiläumsturnier“ schließlich alles richtig machen.