Wuppertaler SV: Ausbau der Turnhalle neben dem Stadion schreitet voran

Sporthallen : WSV: Ausbau der Turnhalle neben dem Stadion am Zoo schreitet voran

Mitte Mai soll dem WSV die Halle übergeben werden. Derzeit wird die zweite Ebene eingezogen.

Die Sanierung der Turnhalle neben dem Stadion am Zoo schreitete voran. Nachdem sich innen monatelang zumindest optisch wenig getan hat, kann man sich jetzt einen Eindruck davon verschaffen, dass sie künftig innen völlig neu aufgeteilt sein wird. Das Stahlgerüst für die zweite Ebene steht und der Zimmermann hat begonnen, es mit Balken zu beplanken. Mitte Mai, so der Plan des Gebäudemanagements, soll die Halle an den WSV übergeben werden. Der will sie als Zentrum für sein geplantes Nachwuchsleistungszentrum und Ersatz für die an der Nevigeser Straße weggefallenen Räumlichkeiten nutzen. Auch die Horst-Buhtz-Stiftung, die noch im Februar nun endlich ins Stiftungsregister eingetragen werden soll, werde dort ihren Sitz erhalten.

Der Innenausbau
kann beginnen

Die Entkernung der denkmalgeschützten Halle hatte bereits im vergangenen Jahr parallel zum Neubau des Stadionebenplatzes begonnen. Nun geht es an den Innenausbau. Die Wände sind neu verputzt, das Klinkermauerwerk im unteren Teil und rund um die Fenster, die sich künftig über beide Etagen ziehen werden, ist ausgebessert.

„Auch wenn man es innen kaum gesehen hat, hat sich viel  getan“, sagt Frank Benecke, Projektleiter für das Gebäudemanagement der Stadt (GMW), das die Federführung beim Ausbau hat. So musste der Boden im Kellergeschoss, wo sich künftig zwei der vier vorgesehenen Umkleiden befinden werden, abgedichtet werden, damit von unten keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann.  Inzwischen hat ein Klempner begonnen, die neuen Leitungen für die Sanitärinstallationen zu legen. Benecke: „Danach können die Trockenbauwände gesetzt werden. Parallel ist ein Lüftungsbauer dabei, die neue Lüftungsanlage zu montieren, deren Rohre ebenfalls passgenau vorproduziert werden mussten.“ Auch das Parkett im Untergeschoss wurde ausgebessert. In zehn Tagen, wenn der Zimmermann in der Halle mit dem Einbau des Zwischenbodens fertig ist, soll die untere Brandschutzdecke installiert und die Wände gestellt werden. Es wird einen Umlauf geben, so dass die Fenster frei bleiben können.

Das Raumkonzept wurde mit dem WSV erarbeitet. Neben einem Kraftraum im Eingangsbereich, wird es Büros und im hineren Bereich einen großen Jugendraum geben, in dem auch eine Hausaufgabenbetreuung möglich ist, der multifunktionell für Besprechungen und Videoanlysen mit den Mannschaften genutzt werden kann.

„Die Möblierung müssen wird teilweise noch beschaffen. Am teuersten wird sicher die Ausstattung des Kraftraums. Da hoffen wir auf die Hilfe der Horst-Buhtz-Stiftung“, sagt WSV-Jugendleiter Dirk Schneider. Auch wenn die Turnhalle bereits im Mai fertig werden sollte, werde der Verein vermutlich erst in den Sommerferien komplett aus dem Stadiongebäude umziehen. „Das hatte zuletzt für uns nicht die allerhöchste Priorität“, gibt Schneider angesichts der finanziellen Turbulenzen der vergangenen Wochen zu.

Dass der WSV auch ein vom DFB zertifiziertes Nachwuchsleistungszentrum erhalten könne, sieht Schneider noch als Zukunftsmusik. „Die Bezug der Turnhalle ist  ein nächster Schritt, aber als Leiter ist ein Fußballlehrer vorgeschrieben. Das würde zusätzliche Kosten im sechsstelligen Bereich bedeuten, die man sicher vorerst nicht stemmen könne“, so Schneider. Dann müsse man auch einen Physiotherapeuten fest in das Zentrum integrieren. Räumlichkeiten sind dafür in der Turnhalle auch vorgesehen. Schneider: „Wenn wir dort Mieteinnahmen erzielen würden, müssten wird das an das Sportamt (das fungiert als Ankermieter, d. Red.),  weitergeben.“ Aber auch das sei aber noch Zukunftsmusik.

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