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Wuppertaler Paraschwimmer Fabian Brune peilt jetzt Paris 2024 an

Sportlerehrung : Wuppertaler Paraschwimmer Fabian Brune peilt jetzt Paris 2024 an

Für seine Paralympics-Teilnahme in Tokio wurde der 20-Jährige vom SV Bayer Wuppertal am Mittwoch im Rathaus geehrt.

Normalerweise ist das Wasser sein Metier, doch auch auf dem Parkett des ersten Sitzungszimmers im Wuppertaler Rathaus bewegte sich Fabian Brune am Mittwoch ganz sicher. Frei von der Leber weg berichtete er von seinen Erlebnisse bei den Paralympischen Spielen in Tokio, bei denen der 20 Jahre alte Paraschwimmer des SV Bayer vor wenigen Wochen den bisher größten sportlichen Auftritt in seiner noch junge Karriere gehabt hatte. Die beeindruckend große Schwimmhalle, die riesige Nervosität vor dem Start, die Schlussbahn, auf der er gefühlt fast stehen geblieben war.  Aber auch die schier endlosen Formalitäten wegen Corona bei der Einreise und die eigentlich große Höflichkeit, der Japaner, die aber irgendwann auch ein wenig genervt habe. „Wenn dich stets 20 Leute freundlich begrüßen, wenn du nur aus dem Bus steigst, ist das nicht normal. Da bin ich dann doch froh, wieder in Deutschland zu sein“, sagte er und brachte die Anwesenden zum Schmunzeln.

Beispiel für Spitzensport
in Wuppertal

Neben Oberbürgermeister Uwe Schneidewind, der Brune als sportlichen Botschafter für Wuppertal Danke sagen wollte, waren das der Vorsitzende des SV Bayer, Klaus Jelich, die Geschäftsführerin Schwimmen Simone Osygus, und Mike Matthäus, Brunes Trainer Mitja Zastrow, Sportdezernent Matthias Nocke und Stadtsportbund-Geschäftsführer Volkmar Schwarz.

Auch coronabedingt war es die erste Ehrung für einen Spitzensportler aus Wuppertal im Rathaus seit längerer Zeit. „Die letzten waren wohl die Rollhockey-Spieler des RSC Cronenberg für den Pokalsieg 2019, mutmaßte Volkmar Schwarz. Für Uwe Schneidewind, der seit November 2020 Oberbürgermeister ist, war es jedenfalls die erste Ehrung in dieser Funktion. „Für uns als Stadt Wuppertal ist es toll, über den Erfolg von Fabian Brune auch darüber ins Gespräch zu kommen, dass Wuppertal ein Standort für den internationalen Spitzensport ist, und wie wir diese Verzahnung auch in Zukunft hinbekommen können“, so Schneidewind. Der Charakter von Wuppertal als Schwimmhochburg über Jahrzehnte sei ein Pfund, wie sich jetzt auch wieder bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in der Schwimmoper gezeigt habe. Matthias Nocke bescheinigt Brune, ein fantastischer Botschafter für den Sport zu sein, dem man gerne zuhört.

Es könnte nicht die letzte Gelegenheit dazu - auch im Rathaus - gewesen sein, denn motiviert durch seine erste Paralympicsteilnahme peilt Brune mit seinem Trainer jetzt auch die nächste 2024 in Paris an. Beim SV Bayer, wohin er Ende vergangenen Jahres von seinem kleinen Verein aus dem Sauerland gewechselt war, sieht er dafür optimale Bedingungen, was Bäderinfrastruktur und Training angeht. Sein 20-Stunden-Job bei Bayer lässt ihm die Zeit.